| ROUNDUP/Iran: Verhandlungen mit USA wohl Donnerstag in Genf |
| 22.02.2026 22:05:00 |
Irans Außenminister Abbas Araghtschi
hat im Konflikt um das umstrittene Atomprogramm des Landes eine
weitere Verhandlungsrunde mit den USA in wenigen Tagen in Aussicht
gestellt. "Ich gehe davon aus, dass wir bei unserem erneuten Treffen
an diesem Donnerstag in Genf einen tragfähigen Text ausarbeiten und
rasch zu einer Einigung kommen können", sagte Araghtschi dem
US-Sender CBS News.
Er zeigte sich zuversichtlich, dass ein besserer Deal als das Wiener
Atomabkommen von 2015 möglich sei. Es gebe Elemente, die deutlich
über die damalige Vereinbarung hinausgehen könnten. Ein solches
Abkommen könne unter anderem die friedliche Natur des iranischen
Atomprogramms garantieren und zugleich eine Aufhebung der Sanktionen
ermöglichen, so der iranische Chefdiplomat.
Iran verlangt Aufhebung westlicher Sanktionen
Die USA und Israel haben bislang vom Iran die vollständige Aufgabe
seines Atomprogramms und insbesondere eine Null-Urananreicherung
gefordert. Teheran ist jedoch lediglich bereit, den derzeitigen
Anreicherungsgrad von 60 Prozent zu senken, um zu bekräftigen, dass
sein Nuklearprogramm friedlichen Zwecken dient und das Land - anders
als im Westen befürchtet - nicht an Atomwaffen arbeitet. Im Gegenzug
verlangt der Iran die Aufhebung der westlichen Sanktionen.
Finden beide Seiten keinen Kompromiss, droht eine militärische
Eskalation. Angesichts der anhaltenden Unruhen im Iran könnte ein
solcher Konflikt auch innenpolitische Folgen haben. Teile der
iranischen Opposition hoffen danach sogar auf einen Machtwechsel.
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff sagte in einem am Samstag
ausgestrahlten Interview im Sender Fox News, US-Präsident Donald
Trump sei "neugierig", warum der Iran auch unter dem militärischen
Druck, den die USA in der Region mit mehr Präsenz aufgebaut haben,
noch nicht "ich will nicht das Wort kapitulieren sagen, aber warum
sie nicht kapituliert haben". Araghtschi ging am Sonntagabend in
einem Post auf der Plattform X darauf ein und schrieb: "Neugierig,
warum wir nicht kapitulieren? Weil wir IRANER sind."/rin/DP/zb
AXC0064 2026-02-22/22:05
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Autor: - dpa-AFX
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