| Studie: KI-generierte Gesichter tricksen sogar Experten aus |
| 23.02.2026 06:21:00 |
Von Künstlicher Intelligenz (KI) generierte
Bilder und Videos wirken mittlerweile oft täuschend real: Sogar
sogenannte Super Recognizer haben Probleme damit, echte Gesichter
von solchen zu unterscheiden, die mit KI generiert wurden. Obwohl
Super Recognizer eine besondere Begabung haben, Gesichter
wiederzuerkennen und dadurch Personen zu identifizieren, schnitten
sie in einer im "British Journal of Psychology" veröffentlichten
Studie nur leicht besser als eine Kontrollgruppe ohne solche
Fähigkeiten.
Psychologen der Universität von New South Wales in Sydney und der
Australischen Nationaluniversität haben dazu 125 Menschen, darunter
36 sogenannte Super Recognizer, einen entsprechenden Onlinetest
absolvieren lassen.
Super Recognizer nicht sehr viel besser im Test
Darin bekamen die Teilnehmer Bilder von Gesichtern gezeigt und
wurden gefragt, ob diese echt oder KI-generiert sind. Wie die
Forscher angeben, lag die Genauigkeit der sogenannten Super
Recognizer bei der Erkennung KI-generierter Gesichter im
Durchschnitt bei 57 Prozent, also nur knapp über dem Niveau von 50
Prozent, dass die Kontrollgruppe erreichte. Zum Vergleich: Bei der
Identifikation menschlicher Gesichter erreichen sie häufig eine
Genauigkeit von über 90 Prozent. Das deute darauf hin, dass für die
Erkennung von KI-Gesichtern andere Fähigkeiten notwendig seien, als
bei der Erkennung von realen Gesichtern, so die Forscher.
Super Recognizer werden aufgrund ihrer besonderen Fähigkeiten häufig
in der Kriminalistik eingesetzt - auch in Deutschland ist das seit
einigen Jahren der Fall. Das Berliner Landeskriminalamt beschäftigt
etwa seit dem vergangenen Jahr ein solches Team. Oft geht es demnach
darum, Videoaufnahmen von Straftaten auszuwerten und Menschen zu
identifizieren./gut/DP/stk
AXC0025 2026-02-23/06:21
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Autor: - dpa-AFX
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