| 'WSJ': Bill Gates gesteht Affären und Fehler im Umgang mit Epstein |
| 25.02.2026 17:20:00 |
Bill Gates hat sich einem Medienbericht
zufolge bei den Mitarbeitern seiner Stiftung für seine Verbindung zu
Sexualstraftäter Jeffrey Epstein entschuldigt und zwei außereheliche
Beziehungen eingeräumt. Epstein habe von diesen Affären erfahren,
berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf eine
Aufzeichnung einer internen Mitarbeiterversammlung der Gates
Foundation. Die Zeitung verwies auf eine frühere eigene Recherche,
wonach Epstein dieses Wissen genutzt haben könnte, um Gates zu
erpressen.
Die beiden russischen Frauen, mit denen er Affären gehabt habe,
hätten keinen Bezug zu Epsteins Opfern gehabt, sagte der
Microsoft-Mitgründer am Dienstag (Ortszeit) laut "WSJ". Er habe
"nichts Unrechtmäßiges getan" und "nichts Unrechtmäßiges gesehen",
wurde Gates von der Zeitung zitiert. "Um es klar zu sagen: Ich habe
nie Zeit mit den Opfern, den Frauen in seinem Umfeld, verbracht."
Die Stiftung bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass Gates bei
einer Mitarbeiterversammlung Fragen der Beschäftigten zu
verschiedenen Themen beantwortet habe und dass es dabei auch um die
vom US-Justizministerium veröffentlichten Epstein-Akten gegangen
sei. Er habe offen gesprochen, sei detailliert auf die Fragen
eingegangen und habe "Verantwortung für sein Handeln übernommen".
Konkrete Aussagen bestätigte die Stiftung nicht. Den Angaben nach
handelte es sich um eine reguläre Mitarbeiterversammlung, die Gates
zweimal jährlich abhalte.
Gates: Epstein-Beziehung wirft Schatten auf die Stiftung
Dass er Zeit mit dem 2019 gestorbenen Epstein verbrachte,
bezeichnete der 70-jährige Gates dem "WSJ"-Bericht zufolge vor den
Beschäftigten erneut als Fehler. Die Beziehung zu dem
Sexualstraftäter hätten einen Schatten auf die Stiftung und ihren
Ruf geworfen.
Dem Bericht zufolge führte Gates aus, dass er Epstein ab 2011
mehrfach getroffen habe - Jahre nach dessen Verurteilung 2008 wegen
der Anwerbung einer Minderjährigen zur Prostitution. Er habe die
Kontakte auch trotz der Bedenken seiner damaligen Ehefrau Melinda
French Gates fortgesetzt; 2014 habe es das letzte persönliche
Treffen gegeben. Gates habe zudem eingeräumt, mit Epstein Zeit in
Deutschland, Frankreich, New York und Washington verbracht zu haben
- allerdings nie über Nacht und er sei auch nie auf Epsteins Insel
gewesen. Rückblickend erscheine ihm sein Verhalten "hundertmal
schlimmer", zitierte ihn die Zeitung.
Gates sagte laut "WSJ", seine damalige Ehefrau Melinda French Gates
sei den Kontakten zu Epstein gegenüber stets skeptisch gewesen. Sie
selbst bezeichnete die Zeit ihrer Ehe im Zusammenhang mit den
Epstein-Veröffentlichungen in einem Interview des US-Senders NPR als
"sehr, sehr schmerzhaft" und zeigte sich erleichtert, "weg von all
dem Dreck zu sein"./scr/DP/jha
ISIN US5949181045
AXC0295 2026-02-25/17:20
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Autor: - dpa-AFX
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