| ROUNDUP 2: Salesforce kontert Sorgen um KI-Bedrohung mit starkem Ausblick |
| 26.02.2026 16:48:00 |
(Kurs aktualisiert)
SAN FRANCISCO (dpa-AFX) - Der Softwareanbieter Salesforce
hat mit seinem Umsatzausblick auf das angelaufene
Geschäftsjahr die Sorgen um eine Bedrohung des Geschäftsmodells
durch Künstliche Intelligenz zerstreuen können. Der Erlös dürfte im
Geschäftsjahr 2026/27 bei etwa 46 Milliarden Dollar (39 Mrd Euro)
liegen, teilte der im Dow Jones notierte
Unternehmenssoftware-Spezialist am Mittwoch nach US-Börsenschluss
mit. Das lag im Rahmen der Erwartungen.
Anleger zeigten sich nach kurzer Enttäuschung zuletzt erfreut. Die
wie so viele Titel aus der Branche wegen der KI-Sorgen zuletzt unter
Druck stehende Aktie legte im frühen US-Handel am Donnerstag um 2,7
Prozent zu. Zur guten Stimmung dürfte auch die Ankündigung eines
großen Aktienrückkaufprogramms beigetragen haben. Seit dem jähen
Abrutschen etwa Mitte Januar hat der Kurs aber immer noch 25 Prozent
eingebüßt. Noch vor rund einem Jahr kostete die Aktie in der Nähe
ihres Rekordhochs 367 Dollar und damit fast doppelt so viel.
Mittlerweile ist der Börsenwert zum letzten Handelsschluss auf knapp
183 Milliarden Dollar geschrumpft - umgerechnet sind das rund 155
Milliarden Euro und damit deutlich weniger als der deutsche
Softwareprimus SAP mit 193 Milliarden Euro. Auch die
SAP-Aktie war jüngst deutlich unter Druck geraten.
Der kurzfristig aus Aboverträgen zu erwartende Umsatz von Salesforce
sei nur wie erwartet gewachsen und aus eigener Kraft auch langsamer
als zuletzt, schrieb Jefferies-Analyst Brent Thill. Das laufende
Geschäftsjahr werde zudem ein Jahr der Investitionen. Trotz der
erwarteten Umsatzbelebung im zweiten Halbjahr dürfte wohl noch kein
nennenswerter Beitrag von den KI-Angeboten kommen, schrieb der
Experte.
Gründer und Chef Marc Benioff bekräftigte die Erwartung, im zweiten
Halbjahr des Geschäftsjahres ein beschleunigtes organisches
Umsatzwachstum erzielen zu können. Man sei auf gutem Weg, im
Geschäftsjahr 2030 einen Jahresumsatz von 63 Milliarden US-Dollar zu
erreichen, sagte Benioff zudem laut Mitteilung. Experten sind
zurückhaltender, sie erwarten lediglich einen Erlös von etwas mehr
als 60 Milliarden Dollar.
Im vierten Geschäftsquartal (bis Ende Januar) legte der Umsatz im
Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 12 Prozent auf
11,2 Milliarden Dollar (9,5 Mrd Euro) zu. Analysten hatten in etwa
mit dieser Entwicklung gerechnet. Der Gewinn stieg unter dem Strich
um knapp 14 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar.
Im Geschäftsjahr 2025/26 zog der Erlös um zehn Prozent auf 41,5
Milliarden Dollar an, während das Ergebnis um ein Fünftel auf rund
7,5 Milliarden Dollar nach oben kletterte - und das, obwohl der
Konzern deutlich mehr Steuern bezahlen musste. Geholfen haben
dagegen die strategischen Beteiligungen unter anderem an Start-ups.
Diese steuerten etwas mehr als eine Milliarde Dollar zum Gewinn bei.
Im Jahr davor hatte der Bereich noch rote Zahlen
geschrieben./he/zb/men/lew/stk/he
ISIN US79466L3024
AXC0319 2026-02-26/16:48
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Autor: - dpa-AFX
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