| Bosch baut bisher 6.000 Stellen in Deutschland ab |
| 26.02.2026 17:47:00 |
Der Technologiekonzern Bosch hat in der
Mobilitätssparte bisher rund 6.000 Stellen in Deutschland abgebaut.
Das sagte Bosch-Chef Stefan Hartung der "Stuttgarter Zeitung" und
"Stuttgarter Nachrichten". Der weltgrößte Autozulieferer reagiert
auf die sich wandelnde Branche und die verhaltene Nachfrage nach
Elektroautos unter anderem mit einem großangelegten freiwilligen
Abbauprogramm beim Personal. Insgesamt sind davon in der Kfz-Sparte
rund 22.000 Stellen am Standort Deutschland betroffen, die in den
nächsten Jahren wegfallen sollen.
Hartung sagte weiter: "Der größte Weg liegt also noch vor uns."
Darüber hinaus habe man in den Verhandlungen mit den
Arbeitnehmervertretern in den vergangenen Monaten Abschlüsse an fast
allen betroffenen Standorten erreicht. "Das war für beide Seiten
sehr anspruchsvoll, aber leistet einen entscheidenden Beitrag zur
Schließung der Kostenlücke und damit zur Sicherung der Wettbewerbs-
und Zukunftsfähigkeit von Bosch", betonte der 60-Jährige, der seit
2022 Vorsitzender der Geschäftsführung ist.
Der Konzern hat für 2025 Rückstellungen in Höhe von 2,7 Milliarden
Euro für den Stellenabbau gebildet. Auf dem Papier seien damit alle
finanziellen Lasten berücksichtigt, wurde Hartung weiter zitiert:
"In der Realität natürlich noch nicht." Die Rückstellungen zögen die
Belastungen bei den Gewinnen vor, aber das Geld für ausscheidende
Beschäftigte werde erst in den kommenden Jahren abfließen.
2025 hat Bosch laut dem Bericht knapp 900 Millionen Euro an
scheidende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgezahlt. "Die
restlichen Mittel werden erst in den Folgejahren eingesetzt," sagte
der Konzern-Chef, "die eigentliche Liquiditätsbelastung kommt also
noch."
Unternehmen setzt auf sozialverträglichen Stellenabbau
Eine Bosch-Sprecherin sagte, mit Angeboten für Vorruhestand und
Altersteilzeit, auf Freiwilligkeit basierenden Abfindungen und
Vermittlung auf andere interne oder externe Stellen soll der an den
Standorten erforderliche Personalabbau möglichst sozialverträglich
umgesetzt werden. "Die lokalen Vereinbarungen sehen auch Maßnahmen
wie Investitionen in Zukunftsfelder und die Sicherung von
Ausbildungsabteilungen vor." Das leiste einen entscheidenden Beitrag
zur Schließung der Kostenlücke von jährlich 2,5 Milliarden Euro bei
der Mobilitätssparte und damit zur Sicherung der Wettbewerbs- und
Zukunftsfähigkeit von Bosch./ols/DP/jha
AXC0338 2026-02-26/17:47
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Autor: - dpa-AFX
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