| ROUNDUP: Gewerkschaft rügt Tesla-Chef Musk als 'undemokratisch' |
| 26.02.2026 17:54:00 |
Wenige Tage vor der umkämpften
Betriebsratswahl im Tesla -Autowerk in Brandenburg
warnt die Gewerkschaft IG Metall Firmenchef Elon Musk davor, den
Tausenden Beschäftigten indirekt zu drohen. "Lassen Sie faire
Betriebsratswahlen in Grünheide zu", appellierte Bezirksleiter Jan
Otto an den US-Milliardär und dessen Werksleitung.
Deren Vorgehen sei "so durchschaubar wie undemokratisch".
Hintergrund sind neue, indirekte Drohungen Musks, den Ausbau der
sogenannten Gigafactory möglicherweise zu stoppen, wenn die IG
Metall die Wahl gewinnt.
Das "Handelsblatt" hatte zuvor Musk aus einem Video-Interview
zitiert, das nur firmenintern veröffentlicht wurde. Demnach sagte
er: "Nun, die Dinge werden sicherlich schwieriger, wenn es sozusagen
externe Organisationen gibt, die Tesla in die falsche Richtung
drängen." Die Fragen stellte ihm demnach André Thierig, Leiter des
einzigen europäischen Tesla-Werks.
Gewerkschaft fordert bessere Arbeitsbedingungen
Hintergrund ist ein erbitterter Konflikt zwischen Tesla und IG
Metall. Die Gewerkschaft fordert bessere Arbeitsbedingungen und
einen Tarifvertrag - was der Autobauer unter Verweis auf angeblich
höhere Entgelte ablehnt.
Gewerkschafter Otto rügte, wenige Tage vor der Betriebsratswahl
Anfang März spiele Musk mit den Hoffnungen, Wünschen und Ängsten der
Beschäftigten, um den Ausgang zu beeinflussen. "Akzeptieren Sie die
Spielregeln für Mitbestimmung und Demokratie im Betrieb in
Deutschland", forderte Otto.
Auch Werksleiter Thierig hatte Mitte Februar gesagt, die
Betriebsratswahl entscheide über den künftigen Erfolg: "Ich kann mir
persönlich nicht vorstellen, dass die Entscheidungsträger in den USA
den Ausbau der Fabrik weiter vorantreiben, wenn die Wahl
mehrheitlich Richtung IG Metall ausfällt." Bei der letzten
Betriebsratswahl 2024 stellte die IG Metall die größte Gruppe, die
Sitzmehrheit ging aber an nicht gewerkschaftlich organisierte
Vertreter.
Zum Hin und Her in puncto Ausbau des Werks sagte Gewerkschafter
Otto: "Solange die Verkaufszahlen runtergehen, wird Tesla überhaupt
kein Werk bauen. Nicht hier und auch nicht anderswo."
Vergleich vor Gericht nach Streit über Tonaufnahme
Im Streit über eine Tonaufnahme einer Betriebsratssitzung schlossen
Tesla und IG Metall unterdessen vor dem Arbeitsgericht in Frankfurt
(Oder) einen Vergleich. Wie Gerichtssprecherin Jutta Homann der dpa
sagte, verpflichten sich darin beide Seiten, bestimmte Vorwürfe und
Behauptungen rund um die umstrittene Sitzung vom 10. Februar bis zum
Abschluss der Betriebsratswahlen am 4. März nicht zu wiederholen.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach einer Strafanzeige Teslas
gegen einen Gewerkschaftssekretär der IG Metall. Dieser soll
heimlich und unerlaubt die Betriebsratssitzung mit seinem Laptop
aufgenommen haben. Die Behörde leitete ein Ermittlungsverfahren
wegen Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes sowie Verstoßes
gegen das Betriebsverfassungsgesetz ein.
Umgekehrt ermittelt die Anklagebehörde nach einer Strafanzeige der
IG Metall gegen den Werksleiter des US-Elektroautobauers in
Grünheide bei Berlin, André Thierig. Hier geht es um den Vorwurf der
üblen Nachrede./toz/DP/jha
ISIN US88160R1014
AXC0340 2026-02-26/17:54
|
Autor: - Oder) (dpa-AFX
|
| Copyright dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet. |
|
|
| DAX | 25.289,02 | 113,08 | 0,45% |
| TecDax | 3.754,52 | 5,52 | 0,15% |
| MDAX | 31.452,62 | 21,00 | 0,07% |
| Dow Jones (EOD) | 49.499,20 | 17,05 | 0,03% |
| Nasdaq 100 | 25.034,37 | -294,66 | -1,16% |
| S & P 500 (EOD) | 6.908,86 | -37,27 | -0,54% |
| SMI | 13.913,73 | -63,37 | -0,45% |
|
| EUR/US$ | 1,1796 | -0,00 | -0,01% |
| EUR/Yen | 184,1675 | -0,03 | -0,01% |
| EUR/CHF | 0,9132 | 0,00 | 0,02% |
| EUR/Brit. Pfund | 0,8749 | -0,00 | -0,01% |
| Yen/US$ | 0,0064 | 0,00 | 0,03% |
| CHF/US$ | 1,2920 | -0,00 | -0,24% |
|
| baha Brent Indication | 71,32 | 0,11 | 0,16% |
| Gold | 5.165,60 | -26,28 | -0,51% |
| Silber | 87,27 | -3,20 | -3,54% |
| Platin | 2.263,64 | -72,81 | -3,12% |
| |
|
|