| DGB-Chefin: 'Hände weg vom Arbeitszeitgesetz' |
| 27.02.2026 13:03:00 |
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) warnt vor
voraussichtlich näher rückenden Lockerungen des deutschen
Arbeitszeitgesetzes. "Die Auflösung des Arbeitszeitgesetzes (...)
würde insbesondere Frauen mit voller Wucht treffen", sagte
DGB-Chefin Yasmin Fahimi in Berlin. Bei einer Veranstaltung am
Brandenburger Tor ging Fahimi auf Konfrontationskurs auch zu
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und sagte: "Hände weg vom
Arbeitszeitgesetz!"
Merz hatte im Januar auf die Frage, welches Gesetz er am ehesten
streichen würde, vor Wirtschaftsvertreterinnen und -vertretern
gesagt: "Ich würde wahrscheinlich das Arbeitszeitgesetz streichen."
Deutliche Lockerungen sind momentan in der Koalition geplant. Denn
laut Koalitionsvertrag wollen Union und SPD die Möglichkeit einer
wöchentlichen anstatt einer täglichen Höchstarbeitszeit schaffen.
Zuletzt hatte die CSU auf Umsetzung des Plans in diesem Jahr
gepocht. Vorbereitet wird die Regelung, die zuständigkeitshalber
Sozialministerin und SPD-Chefin Bärbel Bas umsetzen müsste, hinter
den Kulissen mit Gesprächen mit Arbeitgeber- und
Arbeitnehmervertretern.
DGB warnt vor unkalkulierbaren Zeiten
Der DGB fürchtet, dass ein Ende des Acht-Stunden-Tags vor allem
Frauen Nachteile brächte. "Es ist nichts schädlicher für
Vereinbarkeit als unkalkulierbare Arbeitszeiten", sagte Fahimi. Ohne
die heutigen Arbeitszeitregeln würde es Frauen demnach noch schwerer
fallen, Arbeit, Kinderbetreuung und eventuell Pflege unter einen Hut
zu bringen.
Zum Equal Pay Day, einem internationalen Aktionstag für
Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern, untermauerten die
Gewerkschaften ihre Forderungen, die Schlechterstellung von Frauen
in der Arbeitswelt zu beenden. Nötig sei dazu auch, dass die
Koalition endlich die bestehende europäische Richtlinie für
Transparenz beim Entgelt in nationales Recht umsetze.
Sozialstaatssekretärin Katja Mast (SPD) nannte die bestehende
durchschnittliche Lohnlücke zwischen Frauen und Männern einen
"politischen Skandal". Frauen verdienen im Schnitt laut
Statistischem Bundesamt pro Arbeitsstunde 16 Prozent weniger als
Männer./bw/DP/jha
AXC0185 2026-02-27/13:03
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Autor: - dpa-AFX
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