| Silber und Gold legen zu - Zuspitzung im Iran-Konflikt befürchtet |
| 27.02.2026 18:10:00 |
Die Gold- und Silberpreise haben am Freitag
zugelegt. Es wird eine Zuspitzung im Konflikt zwischen dem Iran und
den USA befürchtet. Eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) Gold
kostete am Nachmittag 5.231 Dollar. Am Mittag hatte
Gold nur 5.180 Dollar gekostet. Ende Januar war der Goldpreis auf
einen Rekordstand von knapp 5.600 Dollar gestiegen. An den
vergangenen Tagen bewegte sich die Notierung um die Marke von 5.000
Dollar.
Deutlich stärker legte der Silberpreis zu. Eine Feinunze Silber
kostete zuletzt rund 93,43 Dollar. Kurzzeitig stieg der Preis auch
über 94 Dollar. Im Mittagshandel hatte der Preis noch unter 90
Dollar gelegten. Der Preis liegt deutlich unter seinem Höchststand
von Ende Januar von 121,65 Dollar.
An den Märkten wird eine mögliche Eskalation der Spannungen zwischen
den USA und Opec-Mitglied Iran am Wochenende befürchtet. Ein enormer
Aufmarsch von amerikanischen Streitkräften im Nahen Osten
verunsichert die Anleger. Dies stützt die als sicher geltenden
Edelmetallpreise.
Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete unter Berufung auf
informierte Kreise, dass die amerikanische Delegation den
Verhandlungsort enttäuscht über die Fortschritte der Gespräche über
das iranische Atomprogramm verlassen habe. Unterdessen haben die
Vereinigten Staaten einen Teil des Botschaftspersonals aus Israel
abgezogen. Der US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, empfahl laut
der "New York Times" all seinen Mitarbeitern, die Israel verlassen
wollen, dies noch heute zu tun. Er habe am Vormittag eine
entsprechende E-Mail verschickt.
Zuvor hatte der Iran zwar nach einer indirekten Verhandlungsrunde
mit den USA weitere Gespräche für kommende Woche angekündigt. Beide
Seiten lägen in wichtigen Fragen allerdings "noch weit auseinander",
berichtete das "Wall Street Journal" nach Abschluss der dritten
Verhandlungsrunde in Genf. Bei den Treffen geht es vor allem um das
umstrittene iranische Atomprogramm.
UN-Atominspektoren haben auf Satellitenbildern Aktivitäten rund um
ein unterirdisches Lager im Iran für umstrittene Bestände von hoch
angereichertem Uran beobachtet. Das teilte der Chef der
Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, in einem
neuen Bericht in Wien mit. Israel und die Vereinigten Staaten hatten
im vergangenen Juni eine Reihe von wichtigen Atomanlagen im Iran
bombardiert, um zu verhindern, dass die Islamische Republik
Atomwaffen herstellen kann. Seitdem hat der Iran keine
IAEA-Inspektionen in den zerstörten Standorten zugelassen./jsl/nas
ISIN XC0009655157
AXC0270 2026-02-27/18:10
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Autor: - dpa-AFX
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