Trump: Behörden sollen auf Anthropic-Software verzichten
27.02.2026 22:26:00

Im Streit zwischen dem Pentagon und dem OpenAI-Konkurrent Anthropic über die Verwendung von KI-Software im US-Militär hat US-Präsident Donald Trump ein Machtwort gesprochen. Alle Bundesbehörden sollten unverzüglich aufhören, Anthropic-Software zu nutzen, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. "Wir brauchen sie nicht, wir wollen sie nicht und werden nie wieder mit ihnen Geschäfte machen!", schrieb er weiter.
Für Behörden wie das Verteidigungsministerium, die bislang Anthropic-Technologie nutzen, solle eine sechsmonatige Übergangsfrist gelten. Trump drohte der Firma, die er als "radikal linkes, wokes Unternehmen" beschimpfte, diese solle sich in dieser Phase besser "kooperativ" zeigen - andernfalls wolle er die "volle Macht des Präsidentenamtes" einsetzen und diese zum Einlenken bewegen. Trump kündigte "schwerwiegende zivil- und strafrechtliche Konsequenzen" in Aussicht, sollte sich Anthropic nicht fügen.
Darum geht es bei dem Streit
Im Kern der Debatte geht es darum, dass Anthropic darauf besteht, dass Künstliche Intelligenz der Firma nicht für Massenüberwachung in den USA sowie nicht in komplett autonomen Waffen eingesetzt wird, schrieb Mitgründer und Chef Dario Amodei in einem Blogeintrag. Das Verteidigungsministerium habe deshalb gedroht, Anthropic als ein Lieferketten-Risiko einzustufen, was das Geschäft des Unternehmens in den USA drastisch einschränken würde.
Das Verteidigungsministerium will nur mit KI-Firmen zusammenarbeiten, die "jedem legalen Einsatz" ihrer Software zustimmen. Anthropic beharrt jedoch darauf, dass die von der Firma geforderten Einschränkungen wichtig seien.
So warnte Amodei, dass Künstliche Intelligenz es möglich mache, über das Netz verstreute Daten einzelner Menschen in großem Stil automatisiert zu einem ausführlichen Bild ihres Lebens zusammenzusetzen. Und zugleich sei KI noch nicht verlässlich genug, um in vollständig autonomen Waffen eingesetzt zu werden. "Wir werden nicht wissentlich ein Produkt liefern, das Amerikas Krieger und Zivilisten in Gefahr bringt", schrieb der Anthropic-Chef./ngu/DP/he
AXC0301 2026-02-27/22:26
Autor:  - dpa-AFX
 Copyright dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet.
 Österreich-Börsen
 ATX5.701,70 -61,91 -1,07% 
 ATX Prime2.840,18 -26,44 -0,92% 
 Immobilien-ATX343,06 1,47 0,43% 
 Indizes
 DAX25.284,26 -4,76 -0,02% 
 TecDax3.787,92 33,40 0,89% 
 MDAX31.560,34 107,72 0,34% 
 Dow Jones (EOD)48.977,92 -521,28 -1,05% 
 Nasdaq 10024.960,04 -74,34 -0,30% 
 S & P 500 (EOD)6.878,88 -29,98 -0,43% 
 SMI14.014,30 100,57 0,72% 


 Zinsen / Währungen
 Wichtige Währungen
 EUR/US$1,1817 0,00 0,16% 
 EUR/Yen184,4240 0,23 0,12% 
 EUR/CHF0,9086 -0,00 -0,49% 
 EUR/Brit. Pfund0,8764 0,00 0,17% 
 Yen/US$0,0064 0,00 -0,20% 
 CHF/US$1,3008 0,01 0,58% 
 Zinsen
 ESTR (EUR)1,93500,00 0,10% 
 SAR® ON (CHF)-0,05900,00 6,88% 
 TONA (JPY)0,7280-0,00 -0,14% 
 Rohstoffe
 baha Brent Indication73,101,78 2,49% 
 Gold5.224,6059,00 1,14% 
 Silber90,012,74 3,14% 
 Platin2.377,93114,29 5,05% 
 

Technologie und Daten von . Bitte Nutzungsbedingungen beachten.