| Warnstreiks im Nahverkehr werden am Samstag fortgesetzt |
| 28.02.2026 08:33:00 |
Am Samstag wird in den meisten Regionen
Deutschlands weiterhin der Nahverkehr bestreikt. Busse, Trams und
U-Bahnen fallen daher aller Voraussicht nach bis auf einzelne
Fahrten aus.
Die koordinierte Warnstreik-Aktion begann am Freitagmorgen und
brachte den Nahverkehr in den meisten Bundesländern fast vollständig
zum Erliegen. Der von der Gewerkschaft Verdi initiierte Arbeitskampf
dauert in den meisten Regionen bis in die Nacht auf Sonntag an.
Nicht an dem zweitägigen Arbeitskampf beteiligt sind die
Bundesländer Niedersachsen und Baden-Württemberg.
Zweite großangelegte Warnstreik-Aktion in laufender Tarifrunde
In den Tarifverhandlungen, die in allen 16 Bundesländern meist mit
den Kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert Verdi
insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen - etwa durch
kürzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten,
aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am
Wochenende. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei
der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und
Gehälter verhandelt.
Die großangelegte Warnstreik-Aktion im Nahverkehr ist die zweite im
laufenden Tarifkonflikt. Schon am 2. Februar legte Verdi auf diesem
Weg den Nahverkehr bundesweit fast vollständig lahm.
Verdi: ÖPNV-Daseinsvorsorge nur mit besseren Arbeitsbedingungen
Die Arbeitgeber kritisieren diese Strategie immer wieder. "Verdi
folgt mit diesem Streik einer bundesweiten Dramaturgie, ohne die
Berliner Realität anzuerkennen", teilten etwa die Berliner
Verkehrsbetriebe, das größte Nahverkehrsunternehmen in Deutschland,
mit.
Verdi wiederum kritisiert, dass die Gespräche zu langsam vorangehen.
"Offenbar verstehen die Arbeitgeber immer noch nicht, dass es auf
Dauer keine funktionierende ÖPNV-Daseinsvorsorge mehr geben kann,
wenn wir jetzt nicht entscheidend die Arbeitsbedingungen
verbessern", sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine
Behle zum Warnstreik-Aufruf. "Die Kolleginnen und Kollegen brauchen
dringend Entlastung - und die Arbeitgeber brauchen ein klares
Signal, dass wir entschlossen sind, für unsere Forderungen zu
kämpfen."/nif/DP/mis
AXC0016 2026-02-28/08:33
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Autor: - dpa-AFX
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