| Verdi-Streik legt Nahverkehr lahm - Rückkehr am Sonntag |
| 28.02.2026 17:25:00 |
In weiten Teilen Deutschlands haben die Bürger
auch am Samstag im Nahverkehr ohne Bus und Bahn auskommen müssen.
Die Gewerkschaft Verdi setzte ihren zweitägigen Warnstreik fort. In
den meisten Städten und Landkreisen sollen Busse, Straßenbahnen und
U-Bahnen am Sonntagmorgen wieder rollen.
Die koordinierte Warnstreik-Aktion begann am Freitagmorgen und
brachte den Nahverkehr in den meisten Bundesländern fast vollständig
zum Erliegen. Der Arbeitskampf wird überwiegend bis in die Nacht auf
Sonntag dauern. Die Bundesländer Niedersachsen und Baden-Württemberg
waren nicht am Warnstreik beteiligt.
Allein in Nordrhein-Westfalen beteiligten nach Schätzung von Verdi
mehr als 7.000 Beschäftigte an den Arbeitsniederlegungen. 30
kommunale Verkehrsunternehmen wurden bestreikt, unter anderem in
Bonn, Köln, Düsseldorf, Dortmund, Bochum, Münster und Bielefeld.
In der Bundeshauptstadt Berlin standen Trams, U-Bahnen sowie die
meisten Busse den zweiten Tag in Folge still. Der S- und
Regionalbahn-Verkehr lief normal. In Hamburg war der öffentliche
Nahverkehr stark eingeschränkt. Die U-Bahn fuhr nicht, und nur ein
Teil der Buslinien verkehrte regelmäßig, die anderen unregelmäßig
oder in einem Notbetrieb.
Zweite großangelegte Warnstreik-Aktion in laufender Tarifrunde
In den Tarifverhandlungen, die in allen 16 Bundesländern meist mit
den Kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert Verdi
vor allem deutlich bessere Arbeitsbedingungen - etwa durch kürzere
Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch
durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. In
Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger
Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.
Die großangelegte Warnstreik-Aktion im Nahverkehr ist die zweite im
laufenden Tarifkonflikt. Schon am 2. Februar legte Verdi auf diesem
Weg den Nahverkehr bundesweit fast vollständig lahm.
Verdi: Öffentlicher Nahverkehr nur mit besseren Arbeitsbedingungen
Die Arbeitgeber kritisieren diese Strategie immer wieder. "Verdi
folgt mit diesem Streik einer bundesweiten Dramaturgie, ohne die
Berliner Realität anzuerkennen", teilten etwa die Berliner
Verkehrsbetriebe mit, das größte Nahverkehrsunternehmen in
Deutschland.
Verdi wiederum kritisiert, dass die Gespräche zu langsam vorangehen.
"Offenbar verstehen die Arbeitgeber immer noch nicht, dass es auf
Dauer keine funktionierende ÖPNV-Daseinsvorsorge mehr geben kann,
wenn wir jetzt nicht entscheidend die Arbeitsbedingungen
verbessern", sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine
Behle zum Warnstreik-Aufruf. "Die Kolleginnen und Kollegen brauchen
dringend Entlastung - und die Arbeitgeber brauchen ein klares
Signal, dass wir entschlossen sind, für unsere Forderungen zu
kämpfen."/brd/DP/stk
AXC0065 2026-02-28/17:25
|
Autor: - dpa-AFX
|
| Copyright APA/dpa-AFX. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von APA/dpa-AFX ist nicht gestattet. |
|
|
| DAX | 25.284,26 | -4,76 | -0,02% |
| TecDax | 3.787,92 | 33,40 | 0,89% |
| MDAX | 31.560,34 | 107,72 | 0,34% |
| Dow Jones (EOD) | 48.977,92 | -521,28 | -1,05% |
| Nasdaq 100 | 24.960,04 | -74,34 | -0,30% |
| S & P 500 (EOD) | 6.878,88 | -29,98 | -0,43% |
| SMI | 14.014,30 | 100,57 | 0,72% |
|
| EUR/US$ | 1,1817 | 0,00 | 0,16% |
| EUR/Yen | 184,4240 | 0,23 | 0,12% |
| EUR/CHF | 0,9086 | -0,00 | -0,49% |
| EUR/Brit. Pfund | 0,8764 | 0,00 | 0,17% |
| Yen/US$ | 0,0064 | 0,00 | -0,20% |
| CHF/US$ | 1,3008 | 0,01 | 0,58% |
|
| baha Brent Indication | 73,10 | 1,78 | 2,49% |
| Gold | 5.224,60 | 59,00 | 1,14% |
| Silber | 90,01 | 2,74 | 3,14% |
| Platin | 2.377,93 | 114,29 | 5,05% |
| |
|
|