| Reederverband: Iran-Krieg trifft deutsche Handelsschifffahrt |
| 01.03.2026 09:00:00 |
Von dem Krieg gegen den Iran sind deutsche
Reedereien mit zahlreichen Schiffen und Besatzungen direkt
betroffen. In vielen Unternehmen liefen Krisensitzungen, teilte der
Verband Deutscher Reeder (VDR) mit. Schiffe würden - wo immer
möglich - aus Gefahrenzonen herausgeführt, umgeleitet oder warteten
außerhalb der Risikogebiete auf neue Anweisungen.
"Die aktuelle Eskalation trifft das Herz globaler Seehandelsrouten
und auch die Schiffe deutscher Reedereien, vor allem aber die
Menschen an Bord, unmittelbar", sagte Martin Kröger,
Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Reeder. "Für viele
unserer Mitgliedsunternehmen ist dies eine akute operative Krise,
keine abstrakte geopolitische Entwicklung."
Rund um den Iran liegt die Meerenge Straße von Hormus. Für die
globale Energieversorgung sowie den Container- und Tankerverkehr sei
sie weltweit einer der kritischsten Engpässe. Nach aktuellen
Lageeinschätzungen sei die Passage derzeit erheblich eingeschränkt
bis gar nicht nutzbar.
Westlich davon verliefen - zwischen Israel, der arabischen Halbinsel
und Nordostafrika - die stark frequentierten Seewege durch das Rote
Meer mit der Meerenge Bab al-Mandab und dem Suezkanal, so der
Verband. Diese Verbindung zähle zu den wichtigsten Handelsachsen
zwischen Europa und Asien.
Die Kombination aus militärischer Eskalation im Umfeld des
Persischen Golfs und anhaltenden Bedrohungen im südlichen Roten Meer
schaffe ein durchgehendes Risikoband entlang zentraler
Seehandelsrouten zwischen Europa und Asien. Es drohe eine weitere
Ausweitung des Konflikts mit erheblichen Risiken für die
Handelsschifffahrt in der gesamten Region./hr/DP/zb
AXC0016 2026-03-01/09:00
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Autor: - dpa-AFX
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