| Neue Fernwärmeleitung zum Flughafen Hamburg - Bauarbeiten beginnen |
| 01.03.2026 09:06:00 |
Bauarbeiten für eine neue Fernwärmeleitung zum
Flughafen werden den Verkehr im Hamburger Norden von diesem Montag
an beeinträchtigen. Die 4,7 Kilometer lange Leitung soll entlang der
Otto-Wels-Straße im Stadtteil Winterhude über die ehemalige
Hindenburgstraße in Alsterdorf bis zum Flughafenareal am Weg beim
Jäger (Fuhlsbüttel) gehen. Das gesamte Bauprojekt ist in zehn
Abschnitte unterteilt, die teilweise parallel abgewickelt werden.
Die Arbeiten sollen bis Ende 2028 dauern.
Zunächst wird nach Angaben der Hamburger Energiewerke in der Nähe
des Flughafens ein Abschnitt der ehemaligen Hindenburgstraße, die
seit vergangenem Jahr Traute-Lafrenz-Straße heißt, bis
voraussichtlich November gesperrt. Zwei Buslinien (23 und 28) müssen
umgeleitet werden. Daran schließt sich die Sperrung eines weiteren
Abschnitts der Straße bis zum Frühjahr 2027 an. Außerdem wird der
Weg beim Jäger an der Einfahrt zur Lufthansa Technik
ab diesem Frühjahr für mehrere Monate voll gesperrt, wie aus einer
Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage der
CDU-Bürgerschaftsfraktion hervorgeht.
U-Bahnline ab Juli für drei Monate unterbrochen
Mit weiteren Bautätigkeiten von Hamburg Wasser auf der
Alsterkrugchaussee und der Hochbahn sei die Maßnahme abgestimmt,
erklärten die Energiewerke. Über die Alsterkrugchaussee, die Teil
der Bundesstraße B433 ist, verläuft die Umleitungsstrecke. Bis
mindestens Mitte April ist an einer Baustelle die rechte Fahrbahn
gesperrt, wie eine Sprecherin von Hamburg Wasser sagte. Die
U-Bahnlinie U1 soll von Mitte Juli bis Mitte Oktober für Bauarbeiten
zwischen den Stationen Lattenkamp und Fuhlsbüttel Nord unterbrochen
werden. Die Ersatzbusse müssen die im Bau befindliche
Fernwärmetrasse queren. Das Ersatzkonzept befinde sich noch in der
Ausarbeitung, erklärte der Senat.
Ziel des Projekts ist, den Flughafen und die Lufthansa Technik an
das Fernwärmenetz anzuschließen. Dadurch können nach Angaben der
Energiewerke jährlich rund 17.000 Tonnen CO? eingespart werden. Zum
Vergleich: Laut dem Klimaplan des rot-grünen Senats stieß ganz
Hamburg im Jahr 2023 gut 11,7 Millionen Tonnen Kohlendioxid aus. Das
Projekt würde den Ausstoß also um knapp 0,15 Prozent verringern. Bis
2030 sollen die CO?-Emissionen Hamburgs um 47 Prozent im Vergleich
zu 2023 sinken.
Ab 2030 keine Wärme mehr aus Steinkohle
Um das Ziel zu erreichen, soll bis spätestens 2023 keine Steinkohle
mehr zur Wärmeerzeugung verwendet werden. Zwei sogenannte
Energieparks im Hafen und am Kraftwerksstandort Tiefstack sollen
Abwärme aus Industriebetrieben, der Müllverbrennung und aus
Klärwerksprozessen ins Netz speisen. Eine zentrale Funktion wird
dabei ein neues Gaskraftwerk im Hafen übernehmen. In Tiefstack soll
in der nächsten Woche der Bau eines Wärmespeichers beginnen. In
Moorburg dauern die Abrissarbeiten eines vor gut zehn Jahren in
Betrieb genommenen großen Steinkohlekraftwerks an. Auch in anderen
Stadtteilen werden zurzeit Fernwärmeleitungen gebaut. "Leider können
wir nicht verhindern, dass der Verkehrsfluss auch mal beeinträchtigt
wird", heißt es dazu auf der Internetseite der
Energiewerke./bsp/DP/zb
ISIN DE0008232125
AXC0024 2026-03-01/09:06
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Autor: - dpa-AFX
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