| ROUNDUP: Mutmaßlicher Drohnenangriff auf Militärstützpunkt im EU-Staat Zypern |
| 02.03.2026 06:35:00 |
Der britische Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf
Zypern ist in der Nacht zum Montag mutmaßlich von einer Drohne
getroffen worden. Das bestätigte das Verteidigungsministerium in
London laut der Nachrichtenagentur PA. Bei dem Vorfall nahe der
Hafenstadt Limassol sei niemand verletzt worden.
Es gebe Maßnahmen zum Schutz der Truppen in der Region. "Die Basis
hat reagiert, um unsere Leute zu verteidigen", hieß es demnach
weiter. Zu einem späteren Zeitpunkt sollte es weitere Details geben.
Wer die Drohne abgefeuert hatte, war zunächst nicht bekannt.
Nach Informationen der zyprischen Regierung soll es sich um eine
"unbemannte Drohne" gehandelt haben, die nur geringen Schaden
verursacht hat. In enger Zusammenarbeit mit der britischen Regierung
und der Verwaltung der britischen Stützpunkte beobachte man die Lage
genau. Der Nationale Sicherheitsrat tage weiterhin ununterbrochen.
Das Vereinigte Königreich beteiligt sich nach eigenen Angaben im
Nahen Osten an einem defensiven Militäreinsatz gegen den Iran.
Verteidigungsminister John Healey zufolge schießen britische
Flugzeuge Drohnen und Raketen ab, wenn sie diese sehen. Die
Einheiten starten demnach unter anderem in Bahrain und auf Zypern.
Großbritannien unterhält dort zwei Stützpunkte.
Einschlag auf dem Flugfeld
Laut einem Bericht des zyprischen Nachrichtenportals "Cyprus Mail"
schlug eine "kleine Drohne" auf dem Flugfeld des Stützpunktes ein.
Nach ersten Angaben sei "geringer Sachschaden" entstanden. Das
örtliche Nachrichtenportal "Politis" veröffentlichte Videoaufnahmen
von außerhalb des Stützpunktes. Darauf waren Alarmsirenen zu hören.
Angehörige der Basis seien angewiesen worden, an Ort und Stelle zu
bleiben und weitere Anweisungen abzuwarten. Es könne nicht
ausgeschlossen werden, dass es zu weiteren Einschlägen komme.
Explosionen und Sirenen seien auch in der nahegelegenen Stadt zu
hören gewesen, berichteten übereinstimmend zyprische
Nachrichtenportale.
Zyperns Regierung weist Berichte über iranische Raketen zurück
Zyperns Regierung hatte zuvor Berichte zurückgewiesen, wonach
iranische Raketen in Richtung der Mittelmeerinsel abgefeuert worden
seien. Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis schrieb am
Sonntag auf der Plattform X, entsprechende Darstellungen träfen
nicht zu.
Verteidigungsminister Healey hatte vor der Gefahr "zunehmend
wahlloser iranischer Vergeltungsangriffe" gewarnt. Dem britischen
Sender Sky News sagte er, es seien zwei iranische Raketen in
Richtung Zypern abgefeuert worden./tt/DP/zb
AXC0058 2026-03-02/06:35
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Autor: - dpa-AFX
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