| AKTIEN IM FOKUS/Iran-Krieg: Ölaktien beflügelt vom Ölpreisanstieg |
| 02.03.2026 10:03:00 |
Der deutliche Ölpreisanstieg
infolge der Eskalation des Konflikts in Nahost hat zum Wochenstart
auch die Aktien von Ölkonzernen kräftig angetrieben. Für die Kurse
der europäischen Unternehmen Shell , BP
, Eni und Total ging es am Vormittag um
bis zu 5,5 Prozent nach oben. Die Titel der US-Riesen ExxonMobil
und Chevron wurden auf der deutschen
Plattform Tradegate bis zu sieben Prozent höher gehandelt.
Die Ölpreise legten am Montag nach der Eskalation im Nahen Osten wie
erwartet zunächst kräftig zu, nachdem Israel und die USA am
Wochenende den Iran angegriffen und dabei unter anderem das
Staatsoberhaupt und den Religionsführer des Landes Ajatollah Ali
Chamenei getötet hatten. Es wirkte kaum erleichternd, dass Staaten
des Ölkartells Opec+ ihre Fördermenge anheben wollen. Auch der Preis
für Erdgas schnellte nach oben.
Nach den Angriffen auf den Iran wurde am Wochenende der
Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus eingeschränkt, die an der
Küste des Irans vorbei führt. Dabei handelt es sich um eine der
wichtigsten Engstellen des weltweiten Energiehandels. Rund ein
Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die Meerenge in
der ölreichen Region am Persischen Golf. Ähnlich bedeutend ist ihre
Bedeutung beim Transport von Flüssigerdgas.
Öl der Nordsee-Sorte Brent erreichte in der Spitze bei 82,37
US-Dollar je Barrel den höchsten Stand seit 2024. Die Experten der
LBBW befürchten einen "Ölpreisschock", durch den ein neues, schwer
zu kalkulierendes Wirtschaftsrisiko hinzukomme. Eine längerfristige
Lahmlegung des Verkehrs in der Straße von Hormus hätte ihrer
Einschätzung nach verheerende Auswirkungen.
"Es ist nahezu unmöglich, die Auswirkungen der aktuellen Lage im
Nahen Osten auf den physischen Öl- und Gasmarkt in den kommenden
Tagen vorherzusagen", schrieb am Morgen der Experte Alastair Syme
von der Citigroup. Ungeachtet des Ergebnisses ist er der Ansicht,
dass Anleger darauf vertrauen können, dass Öl- und Gasaktien
weiterhin eine starke Bewertungsgrundlage besitzen. Auch unabhängig
von Ölpreissprüngen könnten Anleger im Sektor von Wachstum
profitieren.
Matthew Lofting von JPMorgan empfiehlt Anlegern am Montag, die
Situation zu nutzen und Positionen aufzubauen. Sie sollten dabei im
Energiebereich insbesondere auf Unternehmen mit hohem Ölpreis-Hebel
setzen. Neben den bereits positiv bewerteten Aktien von Shell und
Galp böten sich auch Eni und Totalenergies hierfür
an, die er beide auf "Overweight" hochstufte. Für die europäischen
Ölriesen BP und Shell erhöhte der Experte außerdem die
Kursziele./tih/bek/mis
ISIN FR0000120271 GB0007980591 IT0003132476 US30231G1022 GB00BP6MXD84
AXC0143 2026-03-02/10:03
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Autor: - dpa-AFX
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