| Grimm distanziert sich von anderen Wirtschaftsweisen |
| 02.03.2026 10:31:00 |
Die "Wirtschaftsweise" Veronika Grimm hat sich
von einer Erklärung des Sachverständigenrats zum Ende der Amtszeit
von Ulrike Malmendier distanziert. "Ich habe dem Statement nicht
zugestimmt", schrieb Grimm am Morgen auf der Plattform X. Die
personelle Besetzung des Sachverständigenrats liege nach dem Gesetz
in der Zuständigkeit der politischen Entscheidungsträger und nicht
beim Rat selbst. "Eine öffentliche Stellungnahme des Rates zu seiner
eigenen personellen Zusammensetzung gehört daher nicht zu seinem
Mandat."
Die "Wirtschaftsweisen" hatten am Sonntag eine Erklärung verbreitet.
Darin hieß es, der Sachverständigenrat nehme "mit großer
Verwunderung und allergrößtem Bedauern" zur Kenntnis, dass das
Mandat von Malmendier nach nur dreieinhalbjährigen Amtszeit nicht
verlängert werde. Malmendier selbst sprach von "großem Bedauern",
dass ihr Mandat nicht verlängert worden sei. Gegen eine Verlängerung
der Amtszeit gab es Medienberichten zufolge Widerstand im
CDU-geführten Bundeswirtschaftsministerium.
Das Verhältnis von Grimm zu übrigen Mitgliedern des
Sachverständigenrats gilt als belastet. Die Professorin an der
Technischen Universität Nürnberg ist oft anderer Meinung und
verfasst in Gutachten häufig Minderheitsvoten. In der Kritik steht
sie außerdem, weil sie Aufsichtsratsmitglied bei Siemens Energy
ist.
Folgt Felbermayr?
Der unabhängige Sachverständigenrat berät die Bundesregierung. Wie
die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" sowie das "Handelsblatt"
berichten, soll der Ökonom Gabriel Felbermayr neuer
"Wirtschaftsweiser" werden und Malmendier nachfolgen. Eine
Sprecherin des Wirtschaftsministeriums wollte sich dazu nicht
äußern. Der Handelsexperte Felbermayr ist Direktor des
Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung und war zuvor
Chef des Kiel Instituts für Weltwirtschaft.
Den Medienberichten zufolge soll außerdem die Amtszeit von Grimm,
die im Frühjahr 2027 ausläuft, nicht verlängert werden. Wie das
"Handelsblatt" berichtet, hat Grimm gute Chancen, neue Präsidentin
am Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Essen zu
werden./hoe/DP/stw
ISIN DE000ENER6Y0
AXC0153 2026-03-02/10:31
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Autor: - dpa-AFX
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