| Telekom möchte letzte Funklöcher mit Starlink schließen |
| 02.03.2026 16:09:00 |
Damit ihre Funklöcher verschwinden, setzt die
Deutsche Telekom auf den Satelliten-Internetanbieter
Starlink vom US-Unternehmer Elon Musk. Der Bonner Konzern verkündete
auf der Mobilfunkmesse Mobile World Congress (MWC) in Barcelona,
dass er eine Partnerschaft mit dem amerikanischen Unternehmen
geschlossen habe und ab 2028 Handynutzer in bisherigen Funklöchern
mit Satelliten im Weltall verbunden werde.
Laut Bundesnetzagentur umfassten die Telekom-Funklöcher im
vergangenen Herbst 1,2 Prozent der Landesfläche, bei Vodafone
und O2 waren es jeweils 1,7 Prozent - das heißt, dass
da nicht mal 2G-Verbindungen möglich waren.
Mit dem Einkauf von Satellitenverbindungen verbessert die Telekom
die Lage für ihre Kunden. Allerdings hat die Sache einen Haken:
Bislang sind kaum Smartphones am Markt, die die dafür nötige Technik
(Direct to Device) haben. Die Telekom ist aber überzeugt, dass sich
das in den kommenden Jahren ändert und entsprechend viele Kunden ab
2028 überall in Deutschland Netz bekommen. Hierfür ist es allerdings
nötig, dass der Smartphone-Nutzer freie Sicht zum Himmel hat - er
darf also nicht in einem Haus sitzen oder unter Bäumen im tiefen
Wald sein.
Satellitenverbindungen sind nur ein Notnagel
Der Telekom-Technologievorstand Abdu Mudesir sagte, dass seine FIrma
zwar weiterhin stark in den Netzausbau investiere. Es gebe aber noch
immer Regionen, in denen der Ausbau wegen der Topografie oder
Naturschutzauflagen besonders komplex sei. "Auch dort wollen wir
zuverlässige Konnektivität für unsere Kunden sicherstellen, deshalb
ergänzen wir unser Netz strategisch um
Satellite-to-Mobile-Konnektivität."
Die Starlink-Vertriebsmanagerin Stephanie Bednarek trat auf die
Bühne des MWC-Messestandes der Telekom und zeigte sich zufrieden
über die neue Vereinbarung der beiden Firmen. Man werde
"zuverlässige Satellite-to-Mobile-Konnektivität in zehn Ländern für
Millionen von Menschen bereitstellen", sagte Bednarek.
Unter den Ländern sind Deutschland und Österreich. Die Vereinbarung
sei die erste, die auf eine besondere Technologie zurückgreife, die
"V2 next-generation Technology". "Sie bringt Daten, Sprache und
Messaging direkt auf das Mobiltelefon", so Bednarek.
Wettbewerber suchen Schulterschluss mit anderer US-Firma
Die Konkurrenten setzen ebenfalls auf Satellitenverbindungen, aber
nicht Starlink. Vodafone hat dazu das Gemeinschaftsunternehmen
Satellite Connect Europe mit dem US-Satellitenbetreiber AST
gegründet, das schon im Verlauf dieses Jahres in Europa erste
Angebote auf den Markt bringen soll - in welchem Umfang das sein
wird, ist noch unklar. Der französische Netzbetreiber Orange und der
spanische Anbieter Telefónica wollen das Angebot des Unternehmens
ebenfalls nutzen, wie beide Firmen bekanntgaben./wdw/DP/nas
ISIN DE0005557508 GB00BH4HKS39
AXC0295 2026-03-02/16:09
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Autor: - dpa-AFX
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