| Iran-Krieg treibt Ölpreise hoch - Expertin warnt vor Folgen |
| 02.03.2026 16:45:00 |
Der Iran-Krieg dürfte nach Einschätzung der
Wirtschaftswissenschaftlerin Claudia Kemfert die Ölpreise weiter in
die Höhe treiben und die Weltwirtschaft bremsen. "Die
wirtschaftlichen Folgen der aktuellen Situation im Iran sind
gravierend", sagte Energieexpertin des Deutschen Instituts für
Wirtschaftsforschung. Je länger die Auseinandersetzung anhalte,
"desto gravierender werden auch die wirtschaftlichen Folgen sein".
Grund ist vor allem der bereits jetzt steigende Ölpreis. "Es ist
damit zu rechnen, dass er weiter steigt", so Kemfert im Interview
mit der Deutschen Presse-Agentur. "Je länger die Zuspitzung
andauert, desto höher können die Preise steigen", so die Expertin.
"Und je höher die Preissprünge da sind, desto gravierender sind auch
die Folgen auch für die Handelswege in der ganzen Welt."
Problem sei dabei vor allem mögliche Einschränkungen des
Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus. "Denn bis zu 20 Prozent
der weltweiten Nachfrage gehen über diese Handelsrouten", so
Kemfert. Geliefert werde von dort zwar vor allem nach Asien. Ein
Engpass dort habe aber Auswirkungen auf den Weltmarkt und lasse
global die Preise steigen. "Es ist eine Lage, wie wir sie noch nie
erlebt haben." Denn anders als bei früheren Krisen seien derzeit
eine ganze Reihe wichtiger Ölproduzenten betroffen.
Mit Versorgungsengpässen rechnet Kemfert hierzulande erst einmal
aber nicht. "Deutschland ist ganz gut aufgestellt, weil es die Öl-
und Gasbezüge diversifiziert hat, aus vielen Ländern Öl und Gas
bezieht." Aktuell seien wir gut versorgt. Doch: "Wir werden mit
steigenden Preisen rechnen müssen an der Tankstelle und auch beim
Heizen", so die Expertin "Preissprünge können passieren." Grund zur
Panik bestehe aber nicht. "Hamsterkäufe oder Ähnliches sind
überhaupt gar nicht angebracht."/fjo/DP/nas
AXC0305 2026-03-02/16:45
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Autor: - dpa-AFX
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