| ROUNDUP/Gespräche mit acht Ländern: Macron will Atomschirm ausdehnen |
| 02.03.2026 18:11:00 |
Frankreich will sich mit acht verbündeten
Ländern, darunter Deutschland und Großbritannien, auf die Ausweitung
seines Atomschutzschirms auf Europa verständigen. "Es wurden
Kontakte zu einer ersten Gruppe von Verbündeten geknüpft, angefangen
natürlich mit unserem wichtigsten Partner, Deutschland", sagte
Macron bei einer Grundsatzrede zu Frankreichs nuklearer
Abschreckung. "Sie haben positiv auf das Angebot Frankreichs
reagiert. Heute kann somit eine neue Etappe der französischen
Abschreckung konkretisiert werden." Die weiteren interessierten
Länder seien Polen, die Niederlande, Belgien, Griechenland, Schweden
und Dänemark.
Konkret stellte Macron in Aussicht, dass Partner an den
französischen Atomübungen teilnehmen könnten. Außerdem könnten
vorübergehend strategische Elemente zu den Verbündeten verlegt
werden. Auch die französischen Luftstreitkräfte könnten tiefer in
Europa unterwegs sein. "Diese Zerstreuung auf dem europäischen
Gebiet (...) wird die Rechnung unserer Gegner erschweren und wird
der vorgelagerten Abschreckung für uns viel Wert verleihen", sagte
Macron.
Frankreich bleibt am Drücker seiner Atomwaffen
Der französische Staatschef betonte, die Entscheidung über den
Einsatz von Atomwaffen werde in jedem Fall beim französischen
Präsidenten bleiben - ebenfalls dessen Planung und Umsetzung. Macron
hatte bereits mehrfach Gespräche über die europäische Komponente der
französischen nuklearen Abschreckung angeboten.
Polens Regierungschef Donald Tusk schrieb auf der Plattform X zu
Macrons Vorstoß, man führe Gespräche mit Frankreich und einer Gruppe
der engsten Verbündeten in der Frage der nuklearen Abschreckung.
"Wir rüsten mit unseren Freunden auf, damit unsere Feinde es nicht
wagen, uns anzugreifen."/evs/DP/nas
AXC0338 2026-03-02/18:11
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Autor: - dpa-AFX
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