| AKTIE IM FOKUS: Deutsche Börse profitiert von Iran-Marktverwerfungen |
| 03.03.2026 11:11:00 |
Die Aktien der Deutschen Börse
haben am Dienstag mit plus 2,5 Prozent erneut der weiter
ausgeprägten Marktschwäche getrotzt. Seit Montag hat der Kurs damit
um knapp 3 Prozent zugelegt, während der Dax um 5,7 Prozent
abgerutscht ist. Die Deutsche-Börse-Aktien haben sich also in zwei
Handelstagen um fast 9 Prozentpunkte besser entwickelt als der
deutsche Leitindex.
Der Börsendienstleister dürfte von den stark gestiegenen
Schwankungen an den Märkten profitieren. Im Blick steht zuvorderst
der wegen des Iran-Krieges stark steigende Gaspreis. Als Betreiber
der Energiebörse EEX dürfte die Deutsche Börse Nutznießer der
enormen Schwankungen des Gaspreises sowie steigender Handelsvolumina
sein. Der Gaspreis war am Vortag um rund 40 Prozent nach oben
geschnellt und baute das Plus am Dienstag zuletzt um weitere 20
Prozent aus.
Doch auch im Aktien- und Anleihehandel sind die Verwerfungen stark -
mit entsprechendem Handlungsbedarf der Investoren, sowohl im
Xetra-Geschäft als auch an der Derivatebörse Eurex. Am Vortag wurden
im März-Kontrakt auf den Dax gut 48.000 Kontrakte umgesetzt, weit
mehr als sonst üblich. Es war der zweithöchste Tagesumsatz seit
Kontraktbeginn. Der März-Kontrakt des Bund-Future verbuchte am
Montag mit rund 2,8 Millionen gehandelten Futures einen Umsatzrekord
seit Laufzeitbeginn.
Hinzu kam am Dienstag eine Kaufempfehlung der Investmentbank
Jefferies. Analyst Tom Mills argumentierte ebenfalls mit dem
Gaspreisanstieg. Er nannte die Aktie "eine der besseren
Absicherungen gegen Volatilitäten unter den EU-Finanzwerten".
Zuletzt hätten das kalte Wetter bei gleichzeitig niedrigen
Gasspeicherständen besonders auf den europäischen Gasmärkten für
heftige Schwankungen gesorgt.
"Die fortdauernden geopolitischen Spannungen verstärken diesen
Effekt", so Mills. Davon profitiere die Deutsche Börse mittels der
Tochter EEX, die rund 10 Prozent zum Umsatz der Deutschen Börse
beitrage. Doppelt so hoch sei mit 20 Prozent der Umsatzanteil der
Eurex, schrieb der Experte.
Konjunkturelle Risiken in Verbindung mit saisonalen Effekten dürften
auch in diesem Marktsegment die Umsätze antreiben. So seien die
durchschnittlichen Tagesumsätze an der Eurex im Monat März um 30
Prozent höher als der Durchschnittswert im ersten
Quartal./bek/gl/mis
ISIN DE0005810055
AXC0176 2026-03-03/11:11
|
Autor: - dpa-AFX
|
| Copyright APA/dpa-AFX. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von APA/dpa-AFX ist nicht gestattet. |
|
|
| DAX | 24.202,56 | -2,80 | -0,01% |
| TecDax | 3.722,12 | 3,99 | 0,11% |
| MDAX | 30.453,81 | 96,53 | 0,32% |
| Dow Jones (EOD) | 48.739,41 | 238,14 | 0,49% |
| Nasdaq 100 | 25.093,68 | 373,59 | 1,51% |
| S & P 500 (EOD) | 6.869,50 | 52,87 | 0,78% |
| SMI | 13.510,74 | 105,81 | 0,79% |
|
| EUR/US$ | 1,1620 | -0,00 | -0,12% |
| EUR/Yen | 182,8307 | 0,10 | 0,05% |
| EUR/CHF | 0,9052 | -0,00 | -0,16% |
| EUR/Brit. Pfund | 0,8692 | -0,00 | -0,09% |
| Yen/US$ | 0,0064 | 0,00 | -0,24% |
| CHF/US$ | 1,2837 | 0,00 | 0,03% |
|
| baha Brent Indication | 83,44 | 1,97 | 2,42% |
| Gold | 5.156,20 | 8,76 | 0,17% |
| Silber | 84,15 | -2,03 | -2,35% |
| Platin | 2.182,04 | 21,34 | 0,99% |
| |
|
|