| ROUNDUP: Tui plant Rückholung von Urlaubern aus dem Nahen Osten |
| 03.03.2026 14:29:00 |
Der Reisekonzern Tui rechnet mit der Rückholung
seiner im Nahen Osten festsitzenden Kunden binnen einiger Tage.
Geplant sei, die Urlauber mit Partner-Airlines wie Emirates, Qatar
Airways und Etihad nach Deutschland zurückzubringen, sagte
Vorstandschef Sebastian Ebel im Programm von n-tv. Eine konkrete
Zahl nannte er nicht.
"Wir gehen aktuell davon aus, dass wir die ersten Flüge mit diesen
Unternehmen und unseren Gästen heute durchführen können", sagte
Ebel. Erste Flüge sollten nach München gehen. Zudem stünden eigene
Flugzeuge von Tuifly bereit. Diese seien "standby, sobald wir die
Erlaubnis bekommen, dorthin zu fliegen und Kunden auch möglichst
zügig abzuholen".
"Wir sind mit fast 100 Prozent der Gäste über die App in Kontakt",
sagte Ebel. Wie schnell die Rückholung abgeschlossen werden könne,
hänge von der Sicherheitslage ab. "Das ist heute seriös nicht genau
vorherzusagen." Er gehe jedoch davon aus, dass es "etwas ist, was
einige Tage dauern wird".
Ebel: Sicherheitsbewertung Sache des Auswärtigen Amts
Zugleich wies Ebel die Vorwürfe zurück, Reiseveranstalter hätten im
Vorfeld des Iran-Konflikts Druck auf die Bundesregierung ausgeübt,
die Golfregion als sichere Reiseregion darzustellen. "Das würden wir
uns nie anmaßen", sagte er dem Sender Welt TV. "Das ist die
Verantwortung des Auswärtigen Amtes. Da nehmen wir gar keinen
Einfluss drauf." Das Gebiet sei als sicher eingeschätzt worden und
dem sei man gefolgt.
Grundsätzlich rechnet Ebel mit einer vorübergehenden Zurückhaltung
bei Buchungen für die Golfregion. Selbst bei einer kurzfristigen
Beruhigung des Konflikts werde es "einige Monate dauern, bis sich
das wieder normalisiert". Kunden wichen bereits auf andere Ziele
aus. In den vergangenen Tagen habe es einen "sehr starken Shift in
die Karibik" gegeben, sagte der Tui-Chef.
Rund 30.000 Kunden deutscher Reiseveranstalter sitzen fest
Wegen der Eskalation des Nahost-Konflikts seit dem Wochenende sitzen
derzeit Zehntausende Menschen fest, die im Nahen Osten Urlaub machen
oder einen der dortigen Flughäfen als Drehkreuz nutzen wollten.
Viele Staaten haben ihren Luftraum geschlossen, Kreuzfahrtschiffe
liegen in Häfen fest. Nach Angaben des Deutschen Reiseverbands (DRV)
sind allein rund 30.000 Kunden deutscher Veranstalter betroffen. Ein
Sprecher des Auswärtigen Amts nannte dies "eine einigermaßen
verlässliche Größe".
Israel und die USA hatten am Samstagfrüh Luft- und Raketenangriffe
auf den Iran begonnen, bei denen auch Staatsoberhaupt Ajatollah Ali
Chamenei getötet wurde. Teheran reagierte mit Gegenangriffen auf
Israel sowie auf Ziele in der Golfregion./pls/DP/stw
AXC0253 2026-03-03/14:29
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Autor: - dpa-AFX
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