| ROUNDUP/Wadephul: Erster Nahost-Rückholflug aus Oman am Mittwoch |
| 03.03.2026 16:11:00 |
Die Bundesregierung will ihre Rückholaktion für
Kinder, Kranke und Schwangere unter den in Nahost gestrandeten
Deutschen an diesem Mittwoch starten. Ein erster Flug sei nach
Maskat geplant, der Hauptstadt des Oman, kündigte Außenminister
Johann Wadephul (CDU) im Sender Welt-TV an. Weitere Flüge seien in
den kommenden Tagen geplant.
Die Bundesregierung werde versuchen, alte, kranke und schwache
Menschen sowie schwangere Frauen und Kinder nach Deutschland
zurückzubringen. "Wir müssen schauen, wen wir dort mitnehmen
können", sagte Wadephul.
Wie viele Passagiere mit an Bord sein könnten, wollte der Minister
nicht sagen. Dies werde sich nach der Größe des Flugzeuges richten,
die er noch nicht exakt kenne. Es werde aber eine Maschine in der
Größenordnung sein, mit der auch sonst üblicherweise Touristen über
entsprechend große Entfernungen transportiert würden.
Passagiere müssen über Landweg nach Oman reisen
Man müsse "ein bisschen danach gehen, welche Personen da sind",
sagte Wadephul. Die Passagiere müssten zunächst aus den Vereinigten
Arabischen Emiraten (VAE) in den Oman ausreisen. Das Auswärtige Amt
habe in diesem Zusammenhang sein Personal verstärkt. "Aber es hängt
natürlich auch davon ab: Wer schafft diesen Landweg. Wer kann sich
ein Fahrzeug besorgen." Hier sei man auf eine enge Zusammenarbeit
mit den Reiseverkehrsunternehmen angewiesen. Zudem werde der eine
oder andere auch individuell anreisen.
Allen anderen deutschen Staatsbürgern außerhalb dieser besonders
hilfsbedürftigen Gruppe müsse man entweder noch einen längeren
Aufenthalt zumuten oder anbieten, direkt von den Vereinigten
Arabischen Emiraten aus nach Deutschland zu fliegen. "Ich bin guter
Dinge, dass wir jetzt in den nächsten Tagen vorankommen", so dass
"die allermeisten der deutschen Touristen endlich zurückkommen
können nach Deutschland", sagte Wadephul.
Wadephul weist auch auf kommerzielle Flüge hin
Das Auswärtige Amt stehe in engem Kontakt mit verschiedenen
Fluggesellschaften, in Deutschland vor allem mit der Lufthansa
und mit Condor, sagte Wadephul. Glücklicherweise
würden auch kommerzielle Fluglinien Menschen aus den VAE
zurückbringen, sagte der Minister. Er habe darüber in Berlin auch
mit seinem Kollegen aus den VAE beraten.
Wegen der Eskalation des Nahost-Konflikts infolge der Angriffe der
USA und Israels auf den Iran sitzen Zehntausende Reisende fest, die
im Nahen Osten Urlaub machen oder einen der dortigen Flughäfen als
Drehkreuz nutzen wollten. Nach Angaben des Deutschen Reiseverbands
(DRV) sind allein rund 30.000 Kunden deutscher Veranstalter
betroffen. Wadephul hatte die Rückholaktion gestern angekündigt und
gesagt, man werde gecharterte Flugzeuge nach Maskat und auch nach
Riad in Saudi-Arabien schicken./bk/DP/stw
ISIN DE0008232125
AXC0289 2026-03-03/16:11
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Autor: - dpa-AFX
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