| Hemdenhersteller Eterna am Ende -Rettung gescheitert |
| 03.03.2026 16:55:00 |
Einer der bekanntesten deutschen Hemden- und
Blusenhersteller ist am Ende: Nach 163 Jahren wird das insolvente
Unternehmen Eterna in Passau seinen Betrieb im Sommer einstellen,
wie die Geschäftsführung mitteilte. In den vergangenen Monaten fand
sich kein Käufer, der den in Schieflage geratenen Textilhersteller
in Gänze übernehmen wollte. Zuvor berichtete die "Passauer Neue
Presse".
Viele Kunden sind Büroangestellte und Manager
Das 1863 gegründete Unternehmen beschäftigt laut Firmenwebseite am
Passauer Hauptsitz gut 400 Mitarbeiter und ist vor allem für seine
Geschäftshemden bekannt. Eine Hauptkundengruppe sind Büroangestellte
und Manager. Im Dezember hatte das Unternehmen Insolvenz beantragt,
zunächst gab es mehr als 20 Anfragen potenzieller Investoren. Doch
sprangen diese alle wieder ab.
"Verkaufsprozess ohne Ergebnis"
"Eine Weiterführung des Geschäftsbetriebes der Eterna in Passau ist
leider ausgeschlossen", hieß es in der Mitteilung der
Geschäftsführung. "Der mit der Einleitung des Insolvenzverfahrens
angestrengte Verkaufsprozess ist ohne Ergebnis beendet worden."
Verkauft wird nun lediglich der Firmenname "Eterna". Damit könnte
die Marke weiterbestehen bleiben, auch wenn diese dann mit dem
ursprünglichen Unternehmen nichts mehr zu tun hätte.
Der Gläubigerausschuss hat laut Geschäftsführung der geplanten
Schließung bis Sommer 2026 zugestimmt, ein genaues Datum nannte die
Eterna-Chefetage nicht.
Schon 2021 ein Sanierungsverfahren
Eterna zählte zu den wenigen verbliebenen Traditionsunternehmen der
einst florierenden deutschen Bekleidungsindustrie, kämpfte jedoch
schon seit langem mit finanziellen Problemen. Bereits 2021 hatte das
Unternehmen ein Sanierungsverfahren durchlaufen. Das Modegeschäft
ist generell schwierig, sowohl für die Industrie als auch den
Einzelhandel.
Gegründet worden war das Unternehmen in Wien, zunächst als
Textilwerkstatt und Wäschefabrik. Der heutige Hauptsitz in Passau
wurde 1927 eröffnet./cho/DP/stw
AXC0306 2026-03-03/16:55
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Autor: - dpa-AFX
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