| ROUNDUP: Conti strebt Margenverbesserung an - Aktie fällt trotz mehr Dividende |
| 04.03.2026 09:31:00 |
Der Reifenhersteller und
Kunststofftechnikkonzern Continental setzt in diesem
Jahr trotz eines schwierigen Umfelds auf ein besseres Ergebnis im
Tagesgeschäft. Eigene Maßnahmen dürften greifen, aber auch sinkende
Rohstoffpreise sowie ein Anspringen der Konjunktur bei den
Industriekunden im zweiten Halbjahr sollten dazu beitragen, sagte
Finanzchef Roland Welzbacher am Mittwoch laut Mitteilung. Risiken
aus dem Nahost-Krieg hat das Management dabei jedoch nicht
einbezogen. Trotz eines Nettoverlusts im vergangenen Jahr wegen
Buchhaltungseffekten aus der Abspaltung des Autozuliefergeschäfts
und aus dem Geschäft eines Teils der Kunststofftechnik soll die
Dividende steigen. Die Aktie fiel allerdings.
Nach dem Handelsstart verlor das Papier 2,5 Prozent auf 65,56 Euro.
Das Kursminus seit Ausbruch des Nahost-Krieges am Wochenende weitet
sich damit auf rund 10 Prozent aus. Auch die Erfolgsbilanz seit der
Abspaltung der Autozulieferung unter dem Namen Aumovio
trübt sich damit etwas ein - seit dem Börsen-Spin-Off
der ehemaligen Tochter steht die Conti-Aktie jetzt noch rund 16
Prozent im Plus.
Nach Meinung von Analyst Michael Aspinall von der US-Investmentbank
Jefferies ist Conti bei den Zielsetzungen für die wichtigste Sparte
mit der Reifenherstellung etwas hinter den Erwartungen geblieben.
Fraglich sei, ob das Management hier habe Vorsicht walten lassen.
Nach dem starken Lauf der Aktie sei jedenfalls mit einem Rücksetzer
zu rechnen, so Aspinall.
Der Dax-Konzern geht bei der um Sondereffekte bereinigten
Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern im neuen Jahr von 11,0 bis 12,5
Prozent aus, wie die Hannoveraner mitteilten. Im Vorjahr war die
Marge wie bereits im Wesentlichen bekannt von 11,0 auf 10,3 Prozent
gefallen. Dabei belasteten die US-Zölle und Wechselkurse mit jeweils
mehr als 100 Millionen Euro, sagte Finanzchef Welzbacher in der
Pressekonferenz.
Aber auch Contitech schnitt unerwartet schwach ab. Bei der noch in
diesem Jahr zu verkaufenden Sparte hat Conti bereits den Rotstift
angesetzt und im November angekündigt, durch einen Stellenabbau die
jährlichen Kosten ab 2028 um 150 Millionen Euro drücken zu wollen.
Beim Umsatz rechnet Unternehmenschef Christian Kötz im laufenden
Jahr unter anderem wegen der Zollbarrieren mit einem weiteren
Rückgang auf 17,3 bis 18,9 Milliarden Euro. So hat laut Welzbacher
das jüngste Urteil des obersten US-Gerichtshofes zu den Zöllen keine
Auswirkungen, der Einfuhrzoll auf Pkw-Reifen bleibe bei den erhöhten
15 Prozent. Analysten hatten für das neue Jahr bislang bei Umsatz
und Marge im Schnitt etwas mehr auf dem Zettel als die Mitte der von
Conti ins Auge gefassten Spannen. 2025 war der Erlös im schwierigen
Umfeld wie bekannt um zwei Prozent auf 19,7 Milliarden Euro
gesunken.
Unter dem Strich war Conti 2025 wegen Sonderkosten für die
Abspaltung des Autozuliefergeschäfts sowie für den mittlerweile
erfolgten Verkauf eines Teils der Kunststofftechniksparte in die
roten Zahlen gerutscht. Weil die Umbauaktionen buchhalterisch mit
rund 1,2 Milliarden Euro an Belastungen zu Buche schlugen, stand
nach 1,2 Milliarden Euro Gewinn ein Jahr zuvor nun ein Verlust von
165 Millionen Euro.
Die Dividende soll jedoch von 2,50 Euro auf 2,70 Euro steigen. Conti
hatte den Anlegern bereits in Aussicht gestellt, die
Ausschüttungsquote nach dem Spin-Off von Aumovio etwas zu erhöhen
und die buchhalterischen Sonderbelastungen nicht zu berücksichtigen.
Ohne die Sondereffekte, die laut Conti den aktuellen
Zahlungsmittelfluss (Free Cashflow) nicht belasten, hätte das
Unternehmen auch weiter einen Gewinn erwirtschaftet./men/err/zb
ISIN DE0005439004 DE000AUM0V10
AXC0114 2026-03-04/09:31
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Autor: - dpa-AFX
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