| Palfinger setzt auf Indien als Wachstumstreiber / Salzburger Kranhersteller meldet drittbestes Geschäftsjahr in Unternehmensgeschichte - Iran-Krieg laut Vorstandschef kaum geschäftsrelevant - US-Zölle dämpfen Nachfrage |
| 04.03.2026 11:28:00 |
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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Durchgehend neu nach Pressekonferenz
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Der börsennotierte Kranhersteller Palfinger
will trotz geopolitischer Spannungen weiter wachsen und setzt dabei
auch auf Indien. Das Unternehmen will rund 30 Mio. Euro im
bevölkerungsreichsten Land der Welt investieren. Geplant sind unter
anderem ein Montagewerk ab 2027 sowie der Ausbau von Vertrieb,
Service und Entwicklung vor Ort. Der Ausbruch des Iran-Krieges
dürfte sich indes kurzfristig kaum auf das Geschäft auswirken, sagte
Firmenchef Andreas Klauser am Mittwoch.
Der Salzburger Maschinenbauer will seine globale Präsenz stärken.
Investitionen in den Wachstumsmarkt Indien seien der "logische
nächste Schritt", sagte COO Alexander Susanek bei der
Bilanzpressekonferenz. Indien sei einer der am dynamischsten
wachsenden Regionen der Welt und investiere derzeit massiv in die
Infrastruktur. "Und für all das besteht viel Bedarf an unseren
Produkten." 2027 soll ein eigenes Montagewerk für Hakengeräte,
Ladekräne und Hubarbeitsbühnen in Indien aufgenommen werden und bis
zu 150 neue Mitarbeiter beschäftigen. Ein entsprechendes Grundstück
sei bereits gekauft worden, die Planungen und Genehmigungsprozesse
liefen auf Hochtouren.
Iran-Krieg kaum geschäftsrelevant, US-Zölle dämpfen Nachfrage
Die Situation im Mittleren Osten sei "menschlich eine
Katastrophe", sagte Klauser mit Blick auf den Ausbruch des
Iran-Krieges. "Wir haben unsere Büros quasi evakuiert, die Kollegen
sind zuhause." Wirtschaftlich sieht der Firmenchef die größte
Auswirkung im Bereich der Energiekosten. Allerdings sei Palfinger
kein allzu energieintensives Unternehmen und die konkreten
Auswirkungen dürften überschaubar bleiben.
In den USA, wo Palfinger mit drei Werken vertreten ist, sei das
Unternehmen "mit und ohne Zölle" gut aufgestellt. Jedoch belasteten
die US-Zölle insbesondere die Nachfrage und verursachten zusätzliche
Kosten, die an die Kunden weitergegeben werden mussten. Nach der
jüngsten Zoll-Entscheidung des Obersten US-Gerichts lote man zudem
aus, ob das Unternehmen bereits bezahlte Zölle zurückerstattet
bekommen kann.
"Drittbestes Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte"
Der Salzburger Kranhersteller Palfinger konnte im Vorjahr trotz
US-Zollstreit und geopolitischen Spannungen den Umsatz und Gewinn
stabil halten. Die Erlöse betrugen 2,34 Mrd. Euro, der Konzerngewinn
belief sich auf 97 Mio. Euro. Eine Outputsteigerung in Europa
stabilisierte die Geschäftsentwicklung. Vorstandschef Klauser sprach
vom "drittbesten Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte". Die
Aktionäre sollen eine unveränderte Dividende von 0,90 Euro je Aktie
erhalten. Die Zahl der Palfinger-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
sank um 300 auf etwas über 12.000.
Für das erste Halbjahr 2026 rechnet der Palfinger-Vorstand mit
einer Entwicklung leicht über Vorjahresniveau. Entscheidend für das
zweite Halbjahr sei "die weitere Erholung der europäischen sowie die
Entwicklung der US-amerikanischen Konjunktur", erklärten die
Palfinger-Manager im Geschäftsbericht 2025. Der Kranhersteller will
bis zum Jahr 2030 mehr als 3 Mrd. Euro Umsatz erzielen und eine
EBIT-Marge von 12 Prozent erreichen. Im Vorjahr betrug die Marge 7,5
Prozent.
Außerdem kehrt Palfinger ab 23. März wieder in den
österreichischen Leitindex zurück, wie die Wiener Börse am
Dienstagabend bekanntgab. Zuletzt war Palfinger 2010 im ATX
gelistet. "Das wird uns international helfen, leichteren Zugang zu
Investoren zu erhalten", so Finanzchef Felix Strohbichler.
sag/pro
ISIN AT0000758305
WEB http://www.palfinger.com
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Autor: - APA/sag/pro
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