| ROUNDUP: Nato geht von iranischem Beschuss auf die Türkei aus |
| 04.03.2026 15:03:00 |
Die Nato geht davon aus, dass der Iran
absichtlich eine Rakete auf das Bündnismitglied Türkei abgefeuert
hat. "Wir verurteilen, dass der Iran die Türkei ins Visier nimmt",
teilte Nato-Sprecherin Allison Hart mit. Sie betonte, die Nato stehe
fest an der Seite aller Bündnispartner und verwies auf die
Unterstützung im Bereich der Luftverteidigung und Raketenabwehr.
Ein Nato-Abwehrsystem hatte am Nachmittag eine aus dem Iran
abgefeuerte Rakete in der türkischen Grenzregion abgefangen. Das
ballistische Geschoss war nach Angaben des Verteidigungsministeriums
in Ankara in Richtung des türkischen Luftraums unterwegs und
durchquerte den Luftraum des Irak. Ein Teil der Abwehrrakete fiel
demnach in der Grenzprovinz Hatay auf eine freie Fläche, es gab
keine Verletzten.
Nato-Bündnisfall unwahrscheinlich
Dass die Nato zur Konfliktpartei wird, gilt trotz des
Raketenbeschusses der Türkei als äußerst unwahrscheinlich.
Generalsekretär Mark Rutte hatte am Dienstag in einem Interview des
ARD-Studios Brüssel zur Frage nach einer möglichen
Bündnisbeteiligung an dem Krieg gesagt, es gebe absolut niemanden,
der glaube, dass die Nato daran beteiligt werde.
"Das ist Iran, das ist der Golf, das ist außerhalb des
Nato-Gebiets", erklärte er mit Blick auf den Geltungsbereich der
Beistandsklausel des Bündnisses. Hinzu kommt, dass alle
Mitgliedstaaten einem Bündniseinsatz zustimmen müssten.
Erdogan warnte vor Flächenbrand
Die Türkei verhält sich im Krieg gegen den Iran neutral und hat sich
lange um eine diplomatische Lösung des Konflikts bemüht. Der
türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte sich am Wochenende
besorgt über die amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran
gezeigt und alle Seiten zur Zurückhaltung aufgerufen. Er warnte, der
Nahe Osten, könnte zu einem "Feuerring" werden, sollte der Konflikt
nicht eingedämmt werden.
In der Türkei sind auch US-Soldaten stationiert. Der wichtigste
Nato-Luftwaffenstützpunkt im Land ist in Incirlik in der
südtürkischen Provinz Adana. Nach US-Angaben sind dort rund 1.500
Militärangehörige stationiert. Der Stützpunkt gilt als wichtiges
Drehkreuz für die Nato in der Region./mee/DP/mis
AXC0253 2026-03-04/15:03
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Autor: - dpa-AFX
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