| Kurdische Gruppen im Irak unter Beschuss |
| 04.03.2026 15:34:00 |
Im Zuge des Kriegs mit dem Iran geraten
iranisch-kurdische Gruppen im benachbarten Irak zunehmend ins Visier
Teherans. Die irakische Partei der Freiheit Kurdistans (PAK), eine
Partei iranischer Kurden, meldete einen Angriff mit Raketen und
Drohnen, bei dem es Tote und Verletzte gegeben habe. Schon vor
einigen Tagen hatte ein PAK-Sprecher dem Nachrichtensender Alhurra
von iranischen Drohnenangriffen auf Büros von Kurdenparteien im Irak
berichtet.
Irans Revolutionsgarden (IRGC) stufen viele dieser Gruppen im Irak
als "Terrorgruppen" ein. Auch die kurdische Minderheit im Iran wird
Menschenrechtlern zufolge systematisch unterdrückt und verfolgt. Die
IRGC haben in den vergangenen Jahren immer wieder kurdische Ziele im
Irak angegriffen.
Mit dem Iran-Krieg könnten iranisch-kurdische Gruppen stärker in den
Kampf gegen die Regierung in Teheran einsteigen. Hintergrund sind
angebliche Überlegungen von US-Präsident Donald Trump, die
kurdischen Milizen im Irak bei einer Bodenoffensive im Iran zu
unterstützen, um dort die Regierung zu stürzen. Sollten kurdische
Milizen tatsächlich über die Grenze in den Iran vordringen, dürften
Irans Revolutionsgarden (IRGC) versuchen, diese aufzuhalten und
zurückzudrängen. Damit wächst die Sorge vor einem neuen Konflikt und
einer weiteren Front an der irakisch-iranischen Grenze.
Die irakische Regierung scheint eine Beteiligung an möglichen Plänen
Trumps zumindest öffentlich auszuschließen. Ministerpräsident
Mohammed al-Sudani sei dem bestehenden Sicherheitsabkommen mit dem
Iran voll verpflichtet, sagte dessen Sicherheitsberater Kassim
al-Aradschi. In einem Telefonat mit Irans Außenminister Abbas
Araghtschi betonte er, dass jegliche Versuche, die Grenze zu
durchdringen, verhindert werden müssten. Zugleich seien die als
Peschmerga bekannten Kurdenmilizen zur Grenze geschickt worden, um
diese zu sichern./jot/DP/stw
AXC0271 2026-03-04/15:34
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Autor: - dpa-AFX
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