| ROUNDUP/Linke: Regierung muss Lebensmittel sofort billiger machen |
| 04.03.2026 15:41:00 |
Die Linke fordert Sofortmaßnahmen gegen steigende
Lebensmittelpreise wegen des Iran-Kriegs. Die Mehrwertsteuer solle
für alle Lebensmittel auf sieben Prozent und für Grundnahrungsmittel
sogar auf null gesenkt werden, sagte Parteichef Jan van Aken in
Berlin. "Das geht sofort." Zudem müsse die Regierung genau
hinschauen, "ob wir durch die Teuerung abgezockt werden". Dazu
brauche es langfristig eine Preisbeobachtungsstelle.
Van Aken kritisierte, dass große Lebensmittel-Konzerne wegen des
Kriegs höhere Preise angekündigt hätten. "Wir befürchten, dass die
hohen Preise dann bleiben - zu oft haben wir in der Vergangenheit
gesehen, dass Teuerungen aufgrund internationaler Krisen nicht
wieder zurückgenommen wurden", sagte der Linken-Politiker.
Milliardenschwere Konzerne "wittern nun die Chance, den Krieg als
Grund vorzuschieben, uns erneut tief in die Tasche zu greifen."
"Entlastungen mit der Gießkanne"
Der Handelsverband Deutschland (HDE) wies die Forderungen zurück.
Das Mehrwertsteuerrecht sei "schon kompliziert und die Verwaltung
teuer genug", sagte Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Ermäßigte
Steuersätze seien für den Staat mit hohen Kosten verbunden. Solche
Maßnahmen seien "Entlastungen mit der Gießkanne" und wirkten nicht
zielgenau. Die Politik sollte Haushalte mit geringen Einkommen
besser durch andere Maßnahmen entlasten.
Eine Preisbeobachtungsstelle schaffe laut Genth neue Bürokratie und
hätte keinen Mehrwert. Das Statistische Bundesamt veröffentliche
bereits monatlich Daten zur Verbraucherpreisentwicklung.
Handelsexperten sagen wegen des Kriegs im Nahen Osten
Preissteigerungen auch bei Lebensmitteln voraus. Als Grund werden
unter anderem die steigenden Preise für Öl und Gas angeführt, die
bei der Produktion zu Buche schlagen./vsr/DP/stw
AXC0277 2026-03-04/15:41
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Autor: - dpa-AFX
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