| Zoff um Iran-Krieg: EU warnt Trump vor Embargo gegen Spanien |
| 04.03.2026 16:06:00 |
Die EU hat US-Präsident Donald Trump davor
gewarnt, Spanien wegen mangelnder Unterstützung für den Iran-Krieg
mit einem Handelsembargo zu belegen. "Wir stehen in voller
Solidarität mit allen Mitgliedstaaten und ihren Bürgerinnen und
Bürgern und sind im Rahmen unserer gemeinsamen Handelspolitik bereit
zu handeln, falls dies erforderlich ist, um die Interessen der EU zu
wahren", sagte ein Sprecher der EU-Kommission von Ursula von der
Leyen. Man erwarte, dass sich die Vereinigten Staaten an die im
vergangenen Jahr vereinbarten Handelsabsprachen hielten.
EU-Ratspräsident António Costa teilte nach einem Gespräch mit dem
spanischen Regierungschef Pedro Sánchez mit, die EU werde
sicherstellen, dass die Interessen ihrer Mitgliedstaaten
vollumfänglich geschützt würden. Man bekräftige das
unerschütterliche Engagement für die Prinzipien des Völkerrechts und
die auf Regeln basierende Ordnung überall auf der Welt.
Trump hatte am Dienstag bei einem Pressetermin zum Besuch von
Bundeskanzler Friedrich Merz im Weißen Haus gesagt: "Wir werden
jeglichen Handel mit Spanien einstellen. Wir wollen nichts mit
Spanien zu tun haben." Er begründete den Schritt damit, dass Spanien
den USA untersagt habe, Militärstützpunkte für den Krieg gegen den
Iran zu nutzen. Die Regierung in Madrid begründet ihr Vorgehen
damit, dass der Krieg aus ihrer Sicht völkerrechtswidrig ist.
Sollte Trump wirklich ein Embargo gegen Spanien verhängen, könnte
die EU ihr Instrument gegen wirtschaftliche Zwangsmaßnahmen nutzen.
Dieses könnte es ermöglichen, US-Unternehmen von der Vergabe
öffentlicher Aufträge auszuschließen oder Digitalkonzerne wie Apple,
Microsoft, Google, Meta mit Zusatzabgaben zu belegen./aha/DP/stw
AXC0283 2026-03-04/16:06
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Autor: - dpa-AFX
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