| ROUNDUP: Wadephul kündigt zwei weitere Nahost-Evakuierungsflüge an |
| 04.03.2026 17:46:00 |
Die Bundesregierung kündigt zwei weitere
Evakuierungsflüge für wegen des Krieges in Nahost gestrandete
Deutsche an. An diesem Donnerstag und Freitag werde jeweils ein
weiterer Charterflug in Omans Hauptstadt Maskat starten, sagte
Außenminister Johann Wadephul (CDU) am Rande eines Besuches in der
polnischen Hauptstadt Warschau.
Am Donnerstag soll nach Angaben von Wadephul ein von der
Bundesregierung gechartertes Condor-Flugzeug mehr als 200 Menschen
von Maskat nach Frankfurt bringen. Von ihnen würden etwa zwei
Drittel vom Auswärtigen Amt mit Bussen aus Dubai in die omanische
Hauptstadt gebracht. Beim dritten Flug sollen am Freitag aus Maskat
erneut mehr als 200 Personen nach Frankfurt gebracht werden. Einige
davon würden vorher mit dem Bus aus Dubai in den Oman gebracht.
Für die Evakuierungsflüge der Regierung sollen laut Wadephul
vordringlich besonders verletzliche Gruppen ausgewählt werden, wie
Schwangere, Kranke, Ältere oder Kinder. Das Auswärtige Amt arbeite
daran, auch für die folgenden Tage entsprechende Flüge zu
organisieren. Das könne aus Maskat oder auch aus der Hauptstadt von
Saudi-Arabien, Riad, sein. Er hoffe im Sinne der gestrandeten
Touristen sehr, "dass wir jetzt zu einer Entspannung der gesamten
Situation kommen und alle möglichst schnell wohlbehalten nach
Deutschland zurückkehren können".
Erster Evakuierungsflug in der kommenden Nacht nach Frankfurt
Der erste Evakuierungsflug im Auftrag der Bundesregierung wird laut
Lufthansa am Donnerstagmorgen in Frankfurt landen. Der Jet vom Typ
Airbus A340-300 soll demnach nach Mitternacht Ortszeit in Maskat
starten. Laut Lufthansa ist die Landung am Frankfurter Flughafen
gegen 05.45 Uhr (MEZ) geplant. Die Maschine hat in der Konfiguration
der Lufthansa 279 Passagiersitze. Laut Wadephul sollen etwa 250
gestrandete Deutsche an Bord sein.
Wegen der Eskalation des Nahost-Konflikts sitzen in der Region
weiterhin Zehntausende Menschen fest. Es gab zahlreiche
Flugausfälle. Am Dienstag landete erstmals wieder eine Maschine der
Fluggesellschaft Emirates aus Dubai in Frankfurt am Main. Am späten
Abend kam ein weiterer Flieger am Flughafen München an. Viele
Rückkehrer fielen erleichtert ihren Familien in die Arme.
AA: Deutlich mehr als 30.000 deutsche Staatsangehöriger in Region
In einem Analysepapier des Auswärtigen Amts zur Unterrichtung des
Bundestages, über das die "Rheinische Post" (Donnerstag) zuerst
berichtet hatte und das auch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin
vorliegt, heißt es, Reisende würden sich nun vermehrt in die
Krisenvorsorgeliste Elefand eintragen. Insgesamt habe es bereits
etwa 30.000 Einträge in der Region gegeben. "Die tatsächliche Zahl
deutscher Staatsangehöriger in der Region dürfte deutlich höher
liegen", heißt es in dem Papier weiter./bk/dhe/DP/jha
ISIN DE0008232125 DE000TUAG505
AXC0323 2026-03-04/17:46
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Autor: - dpa-AFX
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