| ROUNDUP/Putin: Kiew verübt 'Terroranschlag' auf Gas-Tanker im Mittelmeer |
| 04.03.2026 20:09:00 |
Moskau hat Kiew vorgeworfen, einen Gastanker im
Mittelmeer mit einem unbemannten Drohnenboot angegriffen zu haben.
"Das ist ein Terroranschlag", sagte Präsident Wladimir Putin in
einem auch vom Kreml veröffentlichten Interview mit dem russischen
Staatsfernsehen. Laut dem russischen Verkehrsministerium attackierte
die Ukraine am Vortag im Mittelmeer den Gastanker "Arctic Metagaz"
in unmittelbarer Nähe Maltas. In Moskau sagte
Außenministeriumssprecherin Maria Sacharowa, dass alle 30 Mitglieder
der Besatzung gerettet seien.
Die Männer seien in Sicherheit, "zwei von ihnen, die
Brandverletzungen erlitten haben, wird medizinische Hilfe zuteil",
sagte Sacharowa. "Da es sich um einen Gastanker handelt, der mit
einer Ladung unterwegs war, hat der Angriff auf ihn auch enorme
Schäden für die Umwelt zur Folge", sagte sie. Sie machte allerdings
keine Angaben zum Zustand des Schiffs.
Russland wirft EU Mitverantwortung vor
Auf nicht überprüfbaren Fotos und Videos in sozialen Medien, die den
Vorfall zeigen sollen, waren Rauch und Feuer auf einem stark
beschädigten Schiff zu sehen. Russland spricht neben Terror auch von
Piraterie und wirft den Mitgliedstaaten der EU vor, solche
Handlungen der Ukraine zu dulden.
Der Tanker kam nach russischen Angaben mit allen gültigen Papieren
und gemäß internationaler Regeln aus dem russischen Hafen Murmansk.
Putin sagte auch mit Blick auf die Sprengungen an drei der vier
Stränge der Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 im September 2022, dass
es nicht der erste Angriff dieser Art durch die Ukraine sei.
Durch den Angriff auf den Tanker werde die Lage auf dem gespannten
Gasmarkt weiter verschärft, sagte Putin dem Staatsfernsehen.
Zugleich machte er die EU mitverantwortlich dafür. "Die Europäische
Union leistet dem Regime in Kiew unendliche Hilfe mit Waffen und
Geld, und das Regime in Kiew schafft der Europäischen Union ein
Problem nach dem anderen", sagte er.
Malta spricht von Schiff in Notsituation
Die Streitkräfte Maltas teilten bei Facebook mit, dass sie über eine
Notsituation des Schiffs "Arctic Metagaz" außerhalb ihres Such- und
Rettungsgebiets informiert worden seien. Das Schiff sei geortet, und
Koordinierungsmaßnahmen seien gemäß internationalen Verpflichtungen
ergriffen worden. Die Überlebenden seien anschließend im libyschen
Such- und Rettungsgebiet in einem Rettungsboot gefunden worden.
Von ukrainischer Seite gab es dazu zunächst keine Reaktion.
Allerdings veröffentlichte Serhij Sternenko, Berater des
ukrainischen Verteidigungsministers, auf X "exklusiv" Aufnahmen, die
nach dem Brand vom russischen Gastanker aus der Luft gemacht wurden.
Zuletzt war es im Schwarzen Meer zu Vorfällen mit Handelsschiffen
gekommen. Ukrainische Medien hatten Ende vergangenen Jahres bei
Explosionen auf leeren Öltankern dort berichtet, dass Kiew für die
Angriffe die Seedrohnen Sea Baby eingesetzt habe.
Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren mit einem
zerstörerischen Angriffskrieg. Die Drohnenangriffe gelten als Teil
des Abwehrkampfes der Ukraine./ksr/DP/jha
AXC0362 2026-03-04/20:09
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Autor: - dpa-AFX
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