| Kooperiert Spanien mit US-Militär? Madrid dementiert |
| 04.03.2026 21:23:00 |
Spaniens Außenminister José Manuel
Albares hat eine Darstellung des Weißen Hauses dementiert, nach der
das EU-Land nun doch mit dem US-Militär zusammenarbeiten möchte.
"Die Position der spanischen Regierung hinsichtlich des Kriegs im
Nahen Osten, den Bombardierungen des Irans und der Nutzung unserer
Basen hat sich nicht verändert", sagte er in einem Interview des
Senders Cadena Ser.
Kurz zuvor hatte US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt in
Washington gesagt, dass sich Spanien zu einer Zusammenarbeit bereit
erklärt habe. Ihres Wissens nach habe das EU-Land "in den
vergangenen Stunden" einer Kooperation mit den USA zugestimmt, sagte
sie. Zugleich betonte Leavitt, dass US-Präsident Donald Trump von
allen europäischen Verbündeten erwarte, "bei dieser lang ersehnten
Mission zusammenzuarbeiten". Albares sagte dagegen, er habe nicht
"die geringste Ahnung, wie sie darauf kommt."
Trump hatte am Vortag bei einem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich
Merz (CDU) harte Kritik an den Regierungen in Madrid und London
geübt. "Einige europäische Länder wie Spanien haben sich schrecklich
verhalten", sagte er mit Blick auf die US-Angriffe auf den Iran.
"Spanien hat tatsächlich gesagt, dass wir ihre Stützpunkte nicht
nutzen dürfen", beschwerte sich Trump.
"Sie waren unfreundlich." Und deshalb habe er seinen Finanzminister
Scott Bessent angewiesen, "alle Deals" mit Madrid einzustellen.
Welche Abkommen Trump meinte, blieb zunächst unklar. Vor laufenden
Kameras ging Merz im Weißen Haus nicht auf die Angriffe Trumps ein.
Danach erklärte Merz, Trump ohne Anwesenheit der Presse seine
Meinung dazu klar gesagt zu haben. Madrid zeigte sich im Anschluss
verärgert über den mangelnden Beistand des CDU-Politikers in der
Öffentlichkeit./ngu/DP/jha
AXC0373 2026-03-04/21:23
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Autor: - dpa-AFX
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