| Tech-Konzerne sagen Selbstfinanzierung von KI-Strom zu |
| 04.03.2026 23:21:00 |
US-Präsident Donald Trump hat eine
Vereinbarung mit großen Technologieunternehmen unterzeichnet, die
steigende Strompreise durch den Boom von Rechenzentren verhindern
soll. Vertreter von Konzernen wie Google , Microsoft
, Amazon Web Services und OpenAI
verpflichteten sich im Weißen Haus zu einer sogenannten
"Stromkunden-Schutzvereinbarung".
Die Unternehmen sagen darin zu, den zusätzlichen Strombedarf ihrer
KI-Rechenzentren selbst zu finanzieren oder eigene Kraftwerke direkt
an den jeweiligen Standorten zu bauen. Auch Investitionen in
Netzausbau und Infrastruktur sollen sie übernehmen. Verbraucher,
insbesondere Anwohner in der Nähe von Rechenzentren, sollen dadurch
nicht für den steigenden Energiebedarf der Branche aufkommen müssen,
so Trump. In manchen Regionen könnten Strompreise sogar sinken,
mutmaßte er.
Teil von Trumps "Bezahlbarkeit"-Agenda
Trump stellte die Initiative als Teil seiner wirtschaftspolitischen
"Bezahlbarkeit"-Agenda dar, mit der er sinkende Lebenshaltungskosten
für US-Bürger erreichen will - auch mit Blick auf die anstehenden
Zwischenwahlen Ende des Jahres. Das Thema gilt derzeit als eines der
zentralen politischen Schlagworte im US-Wahlkampf und wird besonders
von Demokraten betont. Zugleich erklärte er, der Ausbau von
Rechenzentren sei entscheidend, damit die USA im Wettbewerb um
Künstliche Intelligenz gegenüber China führend bleiben.
Der Strombedarf von Rechenzentren - insbesondere für Anwendungen
Künstlicher Intelligenz - wächst rasant. Je stärker KI in Wirtschaft
und Alltag Einzug hält, desto größer werden die benötigten
Rechenkapazitäten und damit der Energieverbrauch. Nach Angaben der
Internationalen Energieagentur verbraucht ein mittelgroßes
Rechenzentrum so viel Strom wie rund 100.000 Haushalte. Schätzungen
zufolge benötigt eine einzelne ChatGPT-Anfrage sechs- bis zehnmal so
viel Energie wie eine klassische Suchmaschinenanfrage. In einigen
Regionen gibt es deshalb Sorgen, dass neue Datenzentren die
Strompreise für Verbraucher erhöhen könnten.
Die Vereinbarung folgt auf Trumps Ankündigung in seiner Rede zur
Lage der Nation, große Tech-Unternehmen künftig stärker für ihren
Energiebedarf in die Pflicht zu nehmen./hae/DP/jha
ISIN US5949181045 US0231351067 US02079K1079
AXC0394 2026-03-04/23:21
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Autor: - dpa-AFX
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