IOM-Chefin warnt vor Migrationskrise durch Iran-Krieg
05.03.2026 06:34:00

Wegen des Iran-Kriegs warnt die Chefin der UN-Organisation für Migration (IOM) Europa vor einer Migrationskrise, die sich binnen Tagen entwickeln könnte. "Schauen Sie sich das Beispiel der Ukraine an, wo innerhalb weniger Tage Millionen von Menschen die Grenze überquert haben", sagte IOM-Chefin Amy Pope im Interview der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel.
Bei Konflikten nicht weit entfernt von Europa sei es entscheidend, die Migrationsbewegungen der Menschen genau zu beobachten. "Wir sehen Menschen, die innerhalb des Landes vertrieben werden. Wir beobachten, ob und wann diese Vertreibung auf andere Länder übergreifen wird", sagte die US-Amerikanerin. "Was wir in der Vergangenheit bei Angriffen im Iran beobachtet haben, ist, dass sie zunächst die großen Städte verlassen und zu Familienangehörigen gehen."
Entscheidend sei, ob der Konflikt andauere, sich ausweite und dabei auch zivile Infrastruktur getroffen werde. "Das sind einige der Auslöser, von denen wir erwarten, dass sie zu mehr Migrationsbewegungen führen werden", sagte sie.
Pope: Notfallpläne ausarbeiten
Die IOM-Chefin rät dazu, sich auf verschiedene Szenarien vorzubereiten. "Es ist unglaublich wichtig, mit der Ausarbeitung von Notfallplänen zu beginnen", betonte Pope. Zunächst müsse geplant werden, welche Unterstützung Nachbarländer wie die Türkei bei den Aufnahmen von ersten Flüchtlingen bräuchten.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hatte am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin" gesagt, man sehe derzeit keine zusätzlichen Fluchtbewegungen aus dem Iran in Richtung Deutschland. Auch EU-Migrationskommissar Magnus Brunner hatte am Montag mitgeteilt, dass die EU-Kommission keine größeren Bewegungen an den Außengrenzen Irans beobachte./tre/DP/stk
AXC0037 2026-03-05/06:34
Autor:  - dpa-AFX
 Copyright dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet.
 Österreich-Börsen
 ATX5.539,69 23,84 0,43% 
 ATX Prime2.752,52 11,38 0,42% 
 Immobilien-ATX336,19 2,73 0,82% 
 Indizes
 DAX24.118,43 -86,93 -0,36% 
 TecDax3.707,25 -10,88 -0,29% 
 MDAX30.301,13 -56,15 -0,19% 
 Dow Jones (EOD)48.739,41 238,14 0,49% 
 Nasdaq 10025.093,68 373,59 1,51% 
 S & P 500 (EOD)6.869,50 52,87 0,78% 
 SMI13.510,74 105,81 0,79% 


 Zinsen / Währungen
 Wichtige Währungen
 EUR/US$1,1596 -0,00 -0,32% 
 EUR/Yen182,9050 0,17 0,09% 
 EUR/CHF0,9063 -0,00 -0,03% 
 EUR/Brit. Pfund0,8689 -0,00 -0,12% 
 Yen/US$0,0063 0,00 -0,47% 
 CHF/US$1,2795 -0,00 -0,30% 
 Zinsen
 ESTR (EUR)1,93400,00 0,00 
 SAR® ON (CHF)-0,04860,01 15,56% 
 TONA (JPY)0,73000,00 0,41% 
 Rohstoffe
 baha Brent Indication83,411,94 2,38% 
 Gold5.156,208,76 0,17% 
 Silber84,15-2,03 -2,35% 
 Platin2.182,0421,34 0,99% 
 

Technologie und Daten von . Bitte Nutzungsbedingungen beachten.