| Rohstoffe (Vormittag) - Ölpreise legen weiter zu / Iran-Krieg treibt weiter - Gold stabilisiert |
| 05.03.2026 09:48:00 |
Der Ölpreis hat am Donnerstag den mit Beginn
des Iran-Krieges gestarteten Höhenflug fortgesetzt. Im frühen Handel
wurde Brent-Öl aus der Nordsee mit Lieferung im Mai zu 84,05
US-Dollar je Barrel (159 Liter) gehandelt. Das war 1,8 Prozent über
dem Niveau vom Vorabend.
Seit dem Beginn der Angriffe der USA und Israels gegen den Iran
am Wochenende hat sich Brent-Öl um mittlerweile etwa 16 Prozent
verteuert. Am Dienstag wurde bei 85,12 Dollar zeitweise der höchste
Stand seit Juli 2024 erreicht.
Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur
Lieferung im April stieg am Donnerstag um 1,80 Prozent auf 77,40
Dollar.
Die Straße von Hormuz, durch die ein großer Teil des globalen
Ölhandels verläuft, bleibt die Hauptsorge des Marktes. Der
Schiffsverkehr durch diese Wasserstraße ist nahezu zum Erliegen
gekommen. Die faktische Blockade der Wasserstraße hat die
Rohöllieferungen aus dem Iran sowie von anderen Produzenten am
Persischen Golf unterbrochen und Förderländer gezwungen, ihre
Produktion zu drosseln.
Zuletzt haben die iranischen Revolutionsgarden einen Angriff auf
einen Öltanker im Norden des Persischen Golfs gemeldet. Auf dem
Webportal der Garden heißt es, das Schiff stehe in Flammen. Die
Revolutionsgarden erneuerten ihre Drohung, im Kriegsfall die Straße
von Hormuz zu kontrollieren. Schiffe der USA, Israels, europäischer
Staaten und ihrer Verbündeten hätten keine Erlaubnis für eine
Durchfahrt und würden angegriffen.
Sollte es zu weiteren Angriffen auf Öltanker oder auf die
Infrastruktur der Ölindustrie oder zu längeren Störungen der
Ölindustrie in der Region kommen, könnten die Preise wieder stark
ansteigen, heißt es von Analysten des Handelshauses Phillip Nova aus
Singapur.
Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder
(OPEC) ist zuletzt gestiegen. Wie das OPEC-Sekretariat mitteilte,
betrug der Korbpreis am Mittwoch 82,87 US-Dollar je Barrel (159
Liter), nach 81,00 Dollar am Dienstag. Die OPEC berechnet diesen
Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
Der Goldpreis legte wieder zu. Zuletzt wurde eine Feinunze (etwa
31,1 Gramm) bei 5.152,77 US-Dollar gehandelt. Das waren 0,35 Prozent
mehr als am Vorabend.
Am Montag war der Goldpreis noch auf ein Mehrwochenhoch bei gut
5.400 Dollar geklettert. Dann setzten sich am Markt jedoch Sorgen
vor einem steigenden Inflationsdruck durch, was eine straffere
Geldpolitik erfordern könnte. Nach einem Kursrutsch am Dienstag
stabilisierte sich der Preis zuletzt in der Spanne zwischen 5.100
und 5.200 Dollar.
spa/ste
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Autor: - APA/dpa-AFX/spa/ste
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