| Wiener Börse (Mittag) - ATX gewinnt 0,7 Prozent / Keine Entspannung im Nahen Osten - Andritz nach Zahlen unter Druck |
| 05.03.2026 12:39:00 |
Der ATX hat am Donnerstag an die Erholung vom Vortag
angeknüpft. Nach einem holprigen Auftakt stand der heimische
Leitindex zu Mittag um 0,65 Prozent im Plus auf 5.551,78 Punkten. Er
setzte sich damit weiter vom Zwischentief bei 5.334 Zählern vom
Dienstag ab.
Für den ATX Prime ging es um 0,60 Prozent auf 2.757,46 Zähler
hinauf. Auch das europäische Umfeld tendierte freundlich. Die
Kurserholung an den Aktienmärkten ging mit leicht rückläufigen Öl-
und Gaspreisen einher. Eine dauerhafte Entspannung ist aber nicht in
Sicht. Die Kriegshandlungen im Nahen Osten setzten sich fort.
Aktien des ATX-Schwergewichts Andritz rasselten in Wien nach
Zahlen zeitweise mehr als sechs Prozent auf den tiefsten Stand seit
Jahresbeginn hinab. Zuletzt notierten sie noch 5,4 Prozent
schwächer.
Die Ergebnisse des Anlagenbauers entsprachen weitgehend den
vorläufigen Zahlen von Anfang Februar. Analysten verwiesen darauf,
dass der Ausblick für 2027 optimistisch erscheine. Erste-Experte
Daniel Lion sieht für die Titel nur wenig Aufwärtspotenzial. Die
Abschläge gegenüber den Branchenkollegen hätten sich deutlich
verringert, zudem sei angesichts der jüngsten Entwicklungen mit
Gewinnrevisionen zu rechnen.
Besser aufgenommen wurden die Ergebnisse von Zumtobel, die Aktien
gewannen 1,1 Prozent. Der Vorarlberger Leuchtenhersteller verbuchte
im dritten Quartal 2025/26 zwar erneut einen Umsatzrückgang.
Erste-Analyst Michael Marschallinger sprach angesichts der
verbesserten Margenentwicklung von einem gemischten Zahlenwerk.
Ebenfalls nach Zahlen fielen Addiko Bank um 3,4 Prozent. Der
Nettogewinn des Geldhauses ging leicht zurück, zudem soll abermals
keine Dividende ausgeschüttet werden. Die Notierung der Aktie
wechselt ab April in das Segment standard market der Wiener Börse.
Inzwischen hob die Deutsche Bank ihr Kursziel für die
Verbund-Anteile leicht von 55 auf 56 Euro an, bestätigte aber ihre
Verkaufsempfehlung. Die Anstiege der Energiepreise seit Wochenbeginn
und kurzfristig verbesserte Aussichten für die Erzeugungsmengen
dürften sich positiv auf den Gewinn auswirken, erwartet Analyst Olly
Jeffery. Die Verbund-Anteilsscheine gewannen 1,5 Prozent auf 62,60
Euro.
Porr stiegen oben im ATX um 2,5 Prozent auf 39,75 Euro. Analyst
Philipp Kaiser von Warburg Research bekräftigte nach
Jahresergebnissen seine Kaufempfehlung und das Kursziel bei 37 Euro.
Die überraschend starke EBIT-Marge im abgelaufenen Jahr bestätige
die strategische Neuausrichtung des Unternehmens hin zu
margenstarken Projekten und konsequenter Kostenkontrolle.
spa/ste
ISIN AT0000999982
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Autor: - APA/spa/ste
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