| ROUNDUP 3: Dürr will Ergebnis verbessern - Unsicherheit durch Krieg |
| 05.03.2026 16:44:00 |
(neu: Kurs)
BIETIGHEIM-BISSINGEN (dpa-AFX) - Der Maschinenbauer Dürr setzt
weiter auf Einsparungen und will sein Ergebnis in diesem Jahr weiter
verbessern. Dies setze allerdings voraus, dass der Krieg im Nahen
Osten die Weltwirtschaft nur vorübergehend beeinträchtigt, teilte
der Konzern aus Bietigheim-Bissingen (Kreis Ludwigsburg) mit. Das
Unternehmen hatte bereits Mitte Februar Eckdaten für 2025
bekanntgegeben. Die Aktie legte im frühen Handel leicht zu, geriet
dann aber kräftig unter Druck.
Am Nachmittag sank der Kurs um 6,4 Prozent 21,25 Euro. Während die
Resultate 2025 im Einklang mit den bekannten Eckdaten stünden,
erscheine der Ausblick für den Auftragseingang 2026 ein wenig
schwächlich im Vergleich zur Erwartung, schrieb Analyst Philippe
Lorrain von Bernstein Research.
"2025 war herausfordernd", sagte Dürr-Chef Jochen Weyrauch laut
Mitteilung. Zollkonflikte und die weltpolitischen Spannungen hätten
die Investitionsbereitschaft vieler Kunden gedämpft. "Dass wir das
Ergebnis trotzdem deutlich steigern konnten, unterstreicht die
Widerstandsfähigkeit unseres Geschäftsmodells", sagte Weyrauch.
Unter dem Strich verbuchte der Konzern 2025 einen mehr als doppelt
so hohen Gewinn im Vergleich zum Vorjahr. Das Ergebnis des
Gesamtkonzerns nach Steuern stieg von 102,1 Millionen Euro auf 206,4
Millionen Euro, wobei dies unter anderem auf den Buchgewinn aus dem
Ende Oktober vollzogenen Verkauf der Umwelttechnik zurückgehe. Der
Umsatz ging hingegen um 4,6 Prozent auf 4,48 Milliarden Euro zurück.
Für 2026 peilt das Unternehmen einen Umsatz von 3,9 bis 4,3
Milliarden Euro an. Ohne das Umwelttechnikgeschäft war der Umsatz im
vergangenen Jahr um 2,9 Prozent auf 4,17 Milliarden Euro
geschrumpft. Vor Zinsen und Steuern (Ebit) sowie vor Sondereffekten
sollen von den Erlösen im laufenden Jahr 5 bis 6,5 Prozent hängen
bleiben. 2025 legte das bereinigte Ebit im fortgeführten Geschäft um
knapp 19 Prozent auf 232,4 Millionen Euro zu, womit sich eine Marge
von 5,6 Prozent ergab. Bei den Umsatzplänen stützt sich Dürr auf den
Auftragseingang, der 2025 im fortgeführten Geschäft allerdings um
fast 18 Prozent auf knapp 3,9 Milliarden Euro zurückging.
Unter dem Strich fiel im vergangenen Jahr im fortgeführten Geschäft
ein Verlust von 50 Millionen Euro an, nach einem Gewinn von 62,4
Millionen Euro 2024. Das Unternehmen begründete dies mit Belastungen
im Zusammenhang mit dem Verkauf des Umwelttechnikgeschäfts.
Im vergangenen Jahr arbeiteten 17.881 Menschen für den Konzern, was
einem Rückgang von 3,9 Prozent entspricht./rwi/mne/nas/mis/jha/
ISIN DE0005565204
AXC0298 2026-03-05/16:44
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Autor: - dpa-AFX
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