| Länderchefs pochen auf Prüfung der Spritpreise |
| 05.03.2026 16:45:00 |
Angesichts stark steigender Spritpreise dringen
mehrere Ministerpräsidenten auf ein konsequentes Vorgehen der
Bundesregierung mit Hilfe des Kartellrechts. "Das geht nicht mit
rechten Dingen zu", sagte Sachsens Ministerpräsident Michael
Kretschmer (CDU) im Anschluss an die Ministerpräsidentenkonferenz
(MPK) in Berlin. Nach Angaben des ADAC lag der bundesweite
Durchschnittspreis für Super E10 zeitweise erstmals seit Jahren bei
mehr als zwei Euro pro Liter, auch Diesel kostete im Schnitt über
zwei Euro.
Kretschmer: "Wir müssen denen auf die Finger schlagen"
Kretschmer sprach sich dafür aus, gegen mögliche Zusatzgewinne auf
Kosten der Verbraucher vorzugehen. "Wir müssen denen auf die Finger
schlagen, die jetzt der Meinung sind, sie könnten auf Kosten der
Verbraucherinnen und Verbraucher und unserer Volkswirtschaft
Zusatzgewinne machen", sagte er. Ziel müsse sein, dass die Preise
sinken. Deshalb unterstützten die Länder das Vorgehen der
Bundesregierung und des Bundeskartellamts. "Das Kartellamt muss
jetzt tätig werden und muss dafür sorgen, dass das aufhört", sagte
Kretschmer. Ähnlich äußerte sich der rheinland-pfälzische
Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD).
Hintergrund: Höhere Energiepreise
Hintergrund der Debatte sind steigende Öl- und Gaspreise infolge der
angespannten Lage im Nahen Osten. Diese könnten die Inflation erneut
anheizen und eine mögliche wirtschaftliche Erholung in Deutschland
gefährden. Der Mineralölwirtschaftsverband en2x hatte die
Preiserhöhungen an den Tankstellen verteidigt. Erhoben werde der
Preis, der derzeit erzielt werden müsse, um den deutlich teurer
gewordenen Sprit wieder einzukaufen./djj/DP/men
ISIN FR0000120271 GB0007980591 IT0003132476 GB00BP6MXD84
AXC0299 2026-03-05/16:45
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Autor: - dpa-AFX
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