| Wiener Börse (Eröffnung) - ATX mit Stabilisierungsversuch / Iran-Krieg beschert Leitindex wohl ein klares Wochenminus - Ölpreise bleiben auf hohem Niveau |
| 06.03.2026 09:44:00 |
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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Ab 3. Absatz erweitert und Einzelwerte ergänzt.
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Der Wiener Aktienmarkt hat zum Ausklang einer
schwachen Woche noch einen Stabilisierungsversuch gewagt. Der ATX
stieg am Freitag in der ersten halben Stunde um 0,57 Prozent auf
5.468,57 Punkte. Nach den sehr volatilen Vortagen steuert der
heimische Leitindex nun auf einen Wochenverlust von 4,1 Prozent zu.
Für den ATX Prime ging es um 0,56 Prozent auf 2.718,27 Zähler
hinauf. Auch das europäische Umfeld erholte sich im frühen Handel
etwas.
Im Fokus bleiben die Auswirkungen des Angriffs der USA und
Israels auf den Iran. Die Ölpreise hatten am Vorabend nach
europäischem Börsenschluss weitere Höchststände markiert und
notierten am Freitagvormittag nur knapp unter diesen. Um die
Situation an den Ölmärkten zu entlasten, erlauben die USA es
indischen Raffinerieunternehmen nun, für einen begrenzten Zeitraum
russisches Öl zu kaufen.
Dies helfe womöglich, einen sofortigen Abwärtsdruck auf den Markt
zu führen, ein "Gamechanger" sei die Maßnahme aber nicht, schrieb
der Rohstoffexperte Warren Patterson von der ING. Ein nachhaltiger
Preisrückgang sei nur durch die Wiederaufnahme der Öllieferungen
durch die Straße von Hormuz zu erreichen.
Neben dem Iran-Krieg haben die Anleger zu Wochenschluss den
US-Arbeitsmarktbericht im Blick, der für den Zinskurs der
US-Notenbank Fed von Bedeutung ist. Die höheren Energiepreise lenken
derzeit den Fokus auch wieder auf Inflationsgefahren und mögliche
Reaktionen der Fed.
Unternehmensseitig blieb die Nachrichtenlage ruhig. Porr-Aktien
büßten 2,6 Prozent auf 38 Euro ein. Warburg Research stufte die
Titel von "Buy" auf "Hold" ab, hob aber das Kursziel auf 43 Euro an.
Auch wenn die Equity Story intakt bleibe, preise das aktuelle
Kursniveau fast alles ein, schrieb Analyst Philipp Kaiser.
An der ATX-Spitze erholten sich Andritz um 2,2 Prozent, nachdem
sie am Vortag nach Zahlen unter Druck geraten waren. Moderate
Verluste gab es in den Bankwerten. OMV und Verbund legten vor dem
Hintergrund der weiterhin hohen Energiepreise um jeweils 0,9 Prozent
zu, sie sind zudem die einzigen Aktien im ATX, die auf eine positive
Wochenbilanz zusteuern.
spa/rst
ISIN AT0000999982
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Autor: - APA/spa/rst
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