| ROUNDUP/Aktien New York: Dow sackt auf November-Tief - Fokus auf Iran-Krieg |
| 06.03.2026 16:56:00 |
Die Forderung des US-Präsidenten nach einer
bedingungslosen Kapitulation des Iran hat am Freitag die
US-Aktienmärkte zum Handelsstart unter Druck gebracht. Hinzu kamen
schwache Daten vom Arbeitsmarkt.
Der Dow Jones Industrial , der noch vor fast einem
Monat über 50.500 Punkte geklettert war, näherte sich kurzzeitig der
Marke von 47.000 Zählern. Nachdem der wohl bekannteste Index der
Wall Street zurück auf dem Niveau von Ende November angekommen war,
erholte er sich wieder etwas und gab zuletzt um 1,2 Prozent auf
47.392 Punkte nach. Im Wochenverlauf bedeutet das ein Minus von
etwas mehr als drei Prozent.
Um 1,1 Prozent auf 6.757 Punkte ging es am Freitag für den breit
gefassten S&P 500 abwärts. Der Nasdaq 100
, der die Inflationssorgen bisher deutlich besser
weggesteckt hat, sank um 0,9 Prozent auf 24.808 Zähler. Dieser
überwiegend mit Technologiewerten bestückte Auswahlindex war zwar am
Dienstag zunächst auf ein November-Tief gerutscht, hatte sich dann
aber deutlich erholt. Auf Wochensicht deutet sich nun ein Minus von
weniger als ein Prozent an.
Die Anleger sorgen sich nach einer knappen Woche Krieg im Iran um
dessen Dauer, denn US-Präsident Donald Trump fordert auf seiner
Plattform Truth Social eine "bedingungslose Kapitulation". Die
Hisbollah im Libanon betonte unterdessen inmitten stetiger Angriffe
Israels erneut ihre Kampfbereitschaft.
Die Ölpreise beschleunigten ihren Höhenflug. Seit den Angriffen
passieren kaum noch Schiffe die Straße von Hormus. Durch die
Meerenge am Persischen Golf wird in Friedenszeiten täglich rund ein
Fünftel des weltweiten Ölhandels transportiert. Zuletzt gaben Irans
Streitkräfte an, einen Öltanker "in US-Besitz" vor der Küste Kuwaits
angegriffen zu haben.
Der US-Arbeitsmarkt sendete für Anleger obendrein durchwachsene
Signale. Die Beschäftigung sank im Februar überraschend. Die
Arbeitslosenquote stieg, doch das Lohnwachstum blieb robust. Das
bringe die US-Notenbank Fed in eine schwierige Situation,
kommentierte Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners in
Frankfurt. "Die drohenden Inflationsrisiken aus dem Iran-Krieg
kommen obendrauf."
Erneut zählten Rüstungs- und Ölaktien zu den wenigen Gewinnern am
Aktienmarkt. RTX und Lockheed Martin gewannen um die zwei Prozent.
Boeing stiegen um 0,5 Prozent. Für ExxonMobil
und ConocoPhillips ging es um knapp
ein Prozent nach oben.
Profiteure der hohen Energiepreise sind neben Öl- und Gaskonzernen
auch Produzenten von Polyethylen wie LyondellBasell
und Dow . Für letztgenannte Aktie sprach JPMorgan nun
eine Empfehlung aus. Analyst Jeffrey Zekauskas sieht
Nachholpotenzial im Vergleich zu Lyondell und ist für die
Preisentwicklung des Kunststoffs obendrein sehr optimistisch. Beide
Aktien legten nach dem Börsenstart im schwachen Gesamtmarkt zunächst
zu, zuletzt aber gaben sie ihre Gewinne großteils wieder ab.
Allerdings haben beide Papiere seit Wochenbeginn bereits stark
zugelegt.
Um knapp 18 Prozent aufwärts ging es im Nasdaq 100 für Marvell
Technology nach einem starken Ausblick. Analyst Vivek
Arya von der Bank of America sprach eine Kaufempfehlung aus. Die
Telefonkonferenz nach dem Geschäftsbericht habe das Vertrauen darin
bestärkt, dass Marvell stark von der KI-bedingten Nachfrage nach
optischen Halbleitern profitieren wird, schrieb er. Zudem sei der
Erfolg des Partners Microsoft mit kundenspezifischen
Chips für die Cloud-Infrastruktur klarer absehbar.
Nach vorgelegten Zahlen sackte dagegen die Aktie des Modehändlers
Gap um 13 Prozent ab. Das Wachstum der größten Marke
Old Navy hatte im vierten Quartal enttäuscht und zudem war der
Margen-Ausblick von Gap hinter den Erwartungen
zurückgeblieben./ck/jha/
ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072
AXC0244 2026-03-06/16:56
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Autor: - dpa-AFX
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