| Wiener Börse - ATX mit tiefroter Wochenbilanz / Inflationssorgen und schwache US-Jobdaten belasten - Öl- und Versorgeraktien stützen |
| 06.03.2026 18:15:00 |
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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Einzelwerte ab 5. Absatz ergänzt.
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Der Wiener Aktienmarkt hat zum Ausklang einer
schwachen Woche noch einmal nachgegeben. Weiterhin lastet der
Iran-Krieg und der damit verbundene Ölpreisschub schwer auf den
Weltbörsen. Nachdem ein neuerlicher Stabilisierungsversuch im frühen
Handel zeitgleich mit den steigenden Ölpreisen gescheitert war,
schloss der ATX 0,62 Prozent tiefer auf 5.403,65 Punkten. Auf
Wochensicht bedeutet das einen Abschlag von 5,2 Prozent.
Im Krieg der USA und Israels gegen den Iran ist kein Ende
absehbar. Zudem markierten die Ölpreise wegen der Furcht vor
langfristigen Lieferausfällen neue mehrjährige Höchststände. Dies
schürte wiederum die Sorgen vor einem steigenden Inflationsdruck und
dadurch erzwungenen geldpolitischen Straffungen. Enttäuschende Daten
vom US-Arbeitsmarkt passten in das trübe Bild. Hier enttäuschte
insbesondere ein überraschender Stellenrückgang im Februar.
Beim heimischen Leitindex hat sich inzwischen auch das
charttechnische Bild deutlich eingetrübt - mehrere Indikatoren
würden den Beginn eines Abwärtstrends indizieren, schrieb Analyst
Christoph Schultes von der Erste Group. Zumindest hätte sich zuletzt
so etwas wie eine Bodenbildung angedeutet - nun sei die
50-Tage-Linie bei rund 5.559 Punkten ein Widerstand.
Der ATX Prime gab am Freitag um 0,63 Prozent auf 2.686,13 Zähler
nach. Noch deutlicher hinab ging es an anderen europäischen Börsen.
Öl- und Versorgeraktien stützen
Einen noch stärkeren Rückgang verhinderten vor dem Wochenende die
Titel aus dem Öl- und dem Versorgungssektor, die tendenziell von
höheren Energiepreisen profitieren. Die Schwergewichte OMV und
Verbund legten um 2,2 respektive 4,5 Prozent zu. Sie sind zudem die
einzigen Aktien im ATX, die eine positive Wochenbilanz aufweisen.
Weiters stiegen am Freitag SBO um 2,6 Prozent und EVN verfestigten
sich um zwei Prozent.
Die größten Verluste verbuchten dagegen die Titel des
Airline-Caterers DO&Co, die 4,7 Prozent einbüßten. Auf Wochensicht
summiert sich das Minus auf 16 Prozent. Ebenfalls schwächer zeigten
sich energieintensive Industriewerte wie voestalpine und
Wienerberger, die auf Wochensicht jeweils um rund zwölf Prozent
abrutschten.
Porr-Aktien gaben um vergleichsweise moderate 0,4 Prozent auf
38,85 Euro nach. Warburg Research stufte die Titel von "Buy" auf
"Hold" ab, hob aber das Kursziel auf 43 Euro an. Auch wenn die
Equity Story intakt bleibe, preise das aktuelle Kursniveau fast
alles ein, schrieb Analyst Philipp Kaiser.
spa/mik
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Autor: - APA/spa/mik
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