| Aktien Wien Schluss: Tiefrote Wochenbilanz |
| 06.03.2026 18:26:00 |
Der Wiener Aktienmarkt hat zum Ausklang einer
schwachen Woche noch einmal nachgegeben. Weiterhin lastet der
Iran-Krieg und der damit verbundene Ölpreisschub schwer auf den
Weltbörsen. Nachdem ein neuerlicher Stabilisierungsversuch im frühen
Handel zeitgleich mit den steigenden Ölpreisen gescheitert war,
schloss der ATX 0,62 Prozent tiefer auf 5.403,65
Punkten. Auf Wochensicht bedeutet das einen Abschlag von 5,2
Prozent.
Im Krieg der USA und Israels gegen den Iran ist kein Ende absehbar.
Zudem markierten die Ölpreise wegen der Furcht vor langfristigen
Lieferausfällen neue mehrjährige Höchststände. Dies schürte wiederum
die Sorgen vor einem steigenden Inflationsdruck und dadurch
erzwungenen geldpolitischen Straffungen. Enttäuschende Daten vom
US-Arbeitsmarkt passten in das trübe Bild. Hier enttäuschte
insbesondere ein überraschender Stellenrückgang im Februar.
Beim österreichischen Leitindex ATX hat sich inzwischen auch das
charttechnische Bild deutlich eingetrübt - mehrere Indikatoren
würden den Beginn eines Abwärtstrends indizieren, schrieb Analyst
Christoph Schultes von der Erste Group. Zumindest hätte sich zuletzt
so etwas wie eine Bodenbildung angedeutet - nun sei die
50-Tage-Linie bei rund 5.559 Punkten ein Widerstand.
Öl- und Versorgeraktien stützen
Einen noch stärkeren Rückgang verhinderten vor dem Wochenende die
Titel aus dem Öl- und dem Versorgungssektor, die tendenziell von
höheren Energiepreisen profitieren. Die Schwergewichte OMV
und Verbund legten um 2,2 respektive
4,5 Prozent zu. Sie sind zudem die einzigen Aktien im ATX, die eine
positive Wochenbilanz aufweisen. Weiters stiegen am Freitag SBO
um 2,6 Prozent und EVN verfestigten
sich um zwei Prozent.
Die größten Verluste verbuchten dagegen die Titel des
Airline-Caterers DO&Co , die 4,7 Prozent einbüßten.
Auf Wochensicht summiert sich das Minus auf 16 Prozent. Ebenfalls
schwächer zeigten sich energieintensive Industriewerte wie
Voestalpine und Wienerberger , die auf
Wochensicht jeweils um rund zwölf Prozent abrutschten.
Porr-Aktien gaben um vergleichsweise moderate 0,4
Prozent auf 38,85 Euro nach. Warburg Research stufte die Titel von
"Buy" auf "Hold" ab, hob aber das Kursziel auf 43 Euro an. Auch wenn
die Equity Story intakt bleibe, preise das aktuelle Kursniveau fast
alles ein, schrieb Analyst Philipp Kaiser./spa/mik/APA/men
ISIN AT0000999982
AXC0266 2026-03-06/18:26
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Autor: - dpa-AFX
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