| Kein Klo? China will Probleme im Tourismus lösen |
| 07.03.2026 07:22:00 |
China will stärker gegen Betrug und Probleme in
seiner für die Wirtschaft immer wichtiger werdenden Reisebranche
vorgehen. Die Kultur- und Tourismusindustrie habe sich in den
vergangenen Jahren schnell entwickelt, jedoch seien einige seit
langem bestehende Probleme noch nicht gelöst und parallel neue
Herausforderungen entstanden, sagte Chinas Kultur- und
Tourismusminister, Sun Yeli, in Peking, während des dort tagenden
Nationalen Volkskongresses.
Sun nannte anhaltende Schwierigkeiten bei der Reise-Buchung, beim
Kauf von Tickets oder die Zugänglichkeit von Toiletten. China wolle
sich auf alltägliche Probleme konzentrieren, sagte er. In diesem
Jahr wollten sich die Behörden speziell auf irreführende Werbung
konzentrieren, sagte Sun. Außerdem solle illegalen Praktiken etwa
von Geschäftsleuten, Touristen zum Kaufen zu zwingen,
entgegengewirkt werden.
Chinas Wirtschaft leidet unter einem schwachen Konsum. Peking
kündigte während des Volkskongresses an, in diesem Jahr "neue
Spielräume für das Wachstum der Binnennachfrage" zu schaffen. Die
Regierung will dafür auch den Tourismus weiter fördern, um die
Menschen so zum Konsumieren zu bewegen. Das Land baut seit einigen
Jahren massiv Angebote in Wintersport und -freizeit aus. Zudem wurde
die Visapflicht für Dutzende Länder, darunter auch Deutschland, für
touristische und geschäftliche Reisen von bis zu 30 Tagen
gestrichen.
China verlängerte außerdem die Feiertagswoche nach dem Frühlingsfest
im Februar um einen Tag - einer landesweiten Hauptreisezeit. Laut
offiziellen Angaben betrug die Zahl der Inlandsreisen insgesamt 596
Millionen - ein Zuwachs um 95 Millionen gegenüber den 8 Feiertagen
im Jahr 2025. Doch die Reisenden waren weniger konsumfreudig. Die
durchschnittlichen Ausgaben pro Reise sanken von rund 169 Yuan (etwa
21 Euro) während der Feiertage 2025 auf rund 150 Yuan, berichtete
das Wirtschaftsmagazin "Caixin".
Parallel stieg laut Sun die Zahl ausländischer Gäste. 2025 zählte
China 150 Millionen Touristenankünfte - ein Anstieg um 17 Prozent
gegenüber dem Vorjahr. Die Ausgaben jener Touristen überstiegen Sun
zufolge 130 Milliarden Yuan (derzeit etwa 16,2 Milliarden Euro).
Damit erreichte China in etwa das Niveau von 2019, also von vor der
Corona-Pandemie./jon/DP/zb
AXC0025 2026-03-07/07:22
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Autor: - dpa-AFX
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