| Klingbeil sieht Risiken für Wirtschaft durch Iran-Krieg |
| 07.03.2026 14:45:00 |
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat
hinsichtlich der Folgen des Iran-Kriegs für die deutsche Wirtschaft
vor Panikmache gewarnt. "Es gilt, jetzt kühlen Kopf zu bewahren,
Gefahren zu sehen, aber sie auch nicht herbeizureden", antwortete
der SPD-Vorsitzende dem Redaktionsnetzwerk Deutschland auf die
Frage, ob jetzt die Inflation mit voller Wucht zurückkehre.
"Wir erleben derzeit das, was es in Krisen zunächst immer gibt,
nämlich Ausschläge auf den Märkten. Aber Deutschland hat immer
wieder gezeigt, dass wir gut und verantwortungsvoll mit Krisen
umgehen können." Klingbeil räumte aber ein, dass es "ganz eindeutig"
Risiken für das gerade langsam etwas in Schwung kommende
Wirtschaftswachstum in Deutschland gebe. "Sie betreffen nicht nur
unser Land, sondern international Wirtschaft und Handel."
Wirtschaftliche Folgen des Krieges mit längerer Dauer umso größer
Klingbeil wies darauf hin, dass man jetzt teilweise wieder
unterbrochene Lieferketten erlebe. Man könne aber heute noch nicht
sagen, in welche Richtung sich die Lage entwickeln werde. "Sicher
ist nur: Dieser Krieg sollte so schnell wie möglich beendet", und
neue Verhandlungen sollten aufgenommen werden: "Je länger dieser
Krieg dauert, desto größer werden auch die wirtschaftlichen Folgen."
Deutschland bekommt die Folgen des Krieges bereits in Form von stark
gestiegenen Benzin- und Gaspreisen zu spüren. Dazu sagte Klingbeil:
"Hier muss Abzocke verhindert werden." Deshalb werde
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) nun schnell prüfen, ob
man mit dem Kartellrecht gegen die Mineralölkonzerne vorgehen könne.
"Es darf nicht sein, dass die Mineralölkonzerne die Krise ausnutzen
und daraus Profit schlagen."
Klar ist aus Klingbeils Sicht auch, "dass uns dieser Krieg erneut
sehr deutlich zeigt, dass wir uns unabhängig von fossiler Energie
machen müssen". Das sollte nun auch der Letzte verstanden
haben./sk/DP/stk
AXC0039 2026-03-07/14:45
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Autor: - dpa-AFX
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