| ROUNDUP: Schwere Angriffe auf den Iran - Trump droht |
| 07.03.2026 14:49:00 |
Nach erneut schweren Angriffen der USA und
Israels hat US-Präsident Donald Trump dem Iran mit der
"vollständigen Zerstörung" und dem "sicheren Tod" für bislang
angeblich verschonte Ziele und Menschengruppen gedroht. Der Iran
werde "in die Hölle geprügelt", schrieb Trump auf seiner Plattform
Truth Social, also massiv und schwer geschlagen. Am heutigen Samstag
werde der Iran "sehr hart getroffen" werden, kündigte Trump an.
"Aufgrund des schlechten Verhaltens des Irans stehen Gegenden und
Gruppen von Menschen, die bislang noch nicht Ziel waren, unter
ernsthafter Prüfung für vollständige Zerstörung und sicheren Tod",
schrieb Trump. Der Beitrag auf seiner Plattform folgte auf Aussagen
des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian, der am Morgen
Bedingungen für ein Ende der eigenen Luftangriffe auf Nachbarländer
gestellt hat.
Trump: Iran der "Verlierer" der Region
In einer Videobotschaft sagte Peseschkian, der Iran werde keine
Raketen abfeuern und Nachbarländer angreifen, sofern von deren
Territorium keine Attacken auf den Iran erfolgten. Die bisherigen
Angriffe auf Nachbarländer seien "das Ergebnis der chaotischen
Situation nach dem Tod mehrerer hochrangiger Kommandeure" gewesen.
Seine Bedingungen bedeuten aber auch, dass von
US-Militärstützpunkten in der Region keine Angriffe mehr auf den
Iran erfolgen dürfen. Nur wenige Stunden nach der Aussage meldeten
mehrere Golfstaaten, sie hätten erneut Raketen und Drohnen
abgewehrt. Trump schrieb, die Entschuldigung sei nur wegen der
"unerbittlichen Angriffe" der USA und Israels erfolgt.
Eigentlich habe der Iran die ganze Region übernehmen wollen, schrieb
der US-Präsident, ohne dafür konkrete Beweise vorzulegen. Jetzt aber
sei das Land der "Verlierer" der Region und werde es für viele
Jahrzehnte sein, "bis sie sich ergeben oder, noch wahrscheinlicher,
komplett zusammenbrechen". Die umliegenden Länder hätten sich bei
ihm bedankt, schrieb Trump.
Die Islamischen Revolutionsgarden erklärten im Anschluss an
Peseschkians Rede laut Nachrichtenagentur Tasnim, dass sie in
Übereinstimmung mit den Anweisungen des Präsidenten die Interessen
und die nationale Souveränität der Nachbarländer respektierten. Alle
Militärstützpunkte und Interessen der USA und Israels zu Wasser, zu
Land und in der Luft in der Region würden aber weiter als Hauptziele
angesehen. Hardliner im Land, warfen Peseschkian vor, Schwäche zu
zeigen, den nationalen Stolz zu verletzen und dem Land zu schaden.
Iranische Angriffe auf US-Stützpunkte in der Region
Irans Marineeinheiten teilten der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge
mit, sie hätten mit Drohnen US-Stützpunkte in Abu Dhabi und in
Kuwait angegriffen. Irans Revolutionsgarden erklärten, sie hätten an
der US-Basis in den Emiraten unter anderem ein Kommunikationszentrum
und Radarsysteme getroffen.
Am Vormittag berichteten iranische Staatsmedien von schweren Schäden
im ganzen Land. Betroffen gewesen sollen unter anderem zwei
Krankenhäuser in der Provinz Chuzestan im Südwesten des Landes. Laut
der staatlichen Rundfunkagentur Irib war auch der Inlandsflughafen
Mehrabad im Westen von Teheran Ziel von Angriffen. Medienberichte
zeigen Brände und große Schäden. Auch Militäranlagen in Teheran
sowie in Zentral-, West- und Nordwestiran seien attackiert worden.
Unabhängige Bestätigungen dafür gibt es bislang nicht.
Die israelische Armee teilte mit, unter anderem ein unterirdisches
Lager für ballistische Raketen sowie eine Militär-Universität der
Revolutionsgarden in Teheran angegriffen zu haben. Im Gegenzug hatte
der Iran seine Angriffe auf Israel in der Nacht zu Samstag
fortgesetzt. Über Einschläge oder Schäden durch Trümmerteile sowie
über mögliche Opfer wurde zunächst nichts bekannt.
Israelischer Einsatz im Libanon
Im Libanon führte die israelische Armee neben den Luftangriffen
derweil überraschend auch einen nächtlichen Einsatz mit
Militärhubschraubern durch. Spezialtruppen hätten in der Nacht
versucht, Details zum israelischen Luftwaffen-Navigator Ron Arad zu
finden, der 1986 über dem Südlibanon abgeschossen und von der
schiitischen Amal-Miliz gefangen genommen wurde, teilte die Armee
mit. Nach schweren Kämpfen habe es mindestens 26 Tote gegeben,
darunter drei libanesische Armeesoldaten, teilten libanesische
Medien mit.
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz warnte den
Libanon, das Land werde den "vollen Preis" zahlen, wenn die
Hisbollah-Miliz Israel weiterhin bedrohe. Die Regierung in Beirut
habe ihre Verpflichtung aus dem Abkommen zum Waffenstillstand vom
November 2024, die vom Iran unterstützten Gruppe zu entwaffnen,
nicht erfüllt, hieß es in einer Erklärung des israelischen
Außenministeriums.
Israel: Bisher rund 420.000 Libanesen geflohen
Am Nachmittag gab es im Norden Israels erneut Luftalarm wegen
Raketenangriffen aus dem Libanon, wie israelische Medien
berichteten. Ein israelischer Armeesprecher rief unterdessen auf
Arabisch mit einem Post auf der Plattform X alle Bewohner des
Libanons südlich des Litani-Flusses auf, sich unverzüglich Richtung
Norden abzusetzen.
Bisher seien nach einer Schätzung des israelischen Militärs rund
420.000 Menschen innerhalb des Libanons wegen der Angriffe in andere
Gegenden geflohen. Südlich des Litani halten sich nach Einschätzung
libanesischer Sicherheitskreise noch etwa 100.000 Menschen
auf./mj/DP/stk
AXC0046 2026-03-07/14:49
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Autor: - dpa-AFX
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