| Ölpreise ziehen weiter kräftig an - höchster Stand seit Sommer 2022 |
| 09.03.2026 00:32:00 |
Die Ölpreise haben am Montag im frühen
Handel wegen der sich weiter verschärfenden Lage im Nahen Osten
ihren Höhenflug der vergangenen Woche fortgesetzt. Der Preis für ein
Fass (159 Liter) Rohöl der Nordsee-Marke Brent stieg in den ersten
Handelsstunden der Woche um bis zu ein Fünftel auf 111 Dollar. Das
Niveau konnte er aber nicht ganz halten, lag allerdings kurz nach
Mitternacht mit etwas mehr als 107 Dollar immer noch knapp 16
Prozent im Plus.
Damit kletterte der Preis für die Referenzsorte des Großteils der
weltweit gehandelten Ölsorten auf den höchsten Stand seit Juli 2022.
Seit dem Start des Iran-Kriegs vor etwas mehr als einer Woche
beläuft sich das Plus auf fast 50 Prozent.
Noch etwas stärker fiel der Anstieg bei der US-Sorte WTI aus. Dieses
verteuerte sich in der Nacht auf Montag um bis zu 22 Prozent auf
etwas mehr als 111 Dollar. Zuletzt lag der Preis bei knapp 107
Dollar und damit etwas mehr als 17 Prozent über dem Stand vom
Freitagabend. Damit baute WTI-Öl das Plus seit dem Angriff Israels
und der USA auf den Iran auf knapp 60 Prozent aus.
Viele Investoren fürchten, dass die Lage im Nahen Osten weiter
eskaliert und die Ölproduktion in der Region nachhaltig
beeinträchtigt wird und deshalb erst einmal sinken wird.
Am Sonntag hatte das zuständige Gremium im Iran nach dem Tod des
obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei dessen Sohn zum Nachfolger
berufen. Der 56-jährige Modschtaba Chamenei wird in dem Amt, das die
oberste geistliche Autorität und die Rolle des Staatsoberhaupts
vereint, künftig das letzte Wort in allen politischen und
militärischen Belangen haben.
US-Präsident Donald Trump hatte jüngst bereits deutlich gemacht,
dass er den Chamenei-Sohn als neues staatliches Oberhaupt ablehne.
Die Entscheidung wurde nach Mitternacht Ortszeit verkündet - nach
einem Tag, der mit der Bombardierung eines Öllagers in Teheran
begonnen hatte. Dichte Rauchschwaden hatten den Himmel über der
Hauptstadt bedeckt. Aufnahmen nach dem Angriff am Samstagabend
zeigten einen gewaltigen Feuerball.
Ajatollah Ali Chamenei war bei einem israelischen Luftangriff am 28.
Februar in Teheran getötet worden. Das israelische Militär drohte,
dass auch der Nachfolger nicht sicher sei. "Die Hand des Staates
Israel wird weiterhin jeden Nachfolger verfolgen, und jeden, der
einen Nachfolger zu ernennen versucht", hieß es in einem Post auf
Farsi auf der Plattform X. Ähnlich hatte sich auch US-Präsident
Donald Trump geäußert./zb
AXC0001 2026-03-09/00:32
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Autor: - dpa-AFX
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