| Devisen (Früh) - Euro gibt erneut zum US-Dollar nach / Preisanstiege bei Öl und Gas im Fokus |
| 09.03.2026 09:25:00 |
Der Kurs des Euro hat am Montag zum US-Dollar
nachgegeben. Belastet wird der Euro vor allem durch die
Preisanstiege bei Öl und Gas in Folge des Iran-Kriegs. In der Früh
sank der Kurs der Gemeinschaftswährung wieder unter die 1,16-Marke
auf 1,1556 Dollar und lag damit ein wenig tiefer als am Freitagabend
(1,1606).
Seit Mitte der vergangenen Woche konnte sich der Euro
stabilisieren, nachdem ihn eine Dollar-Stärke in der ersten
Wochenhälfte belastet hatte. Der Beginn der Angriffe der USA und
Israels gegen den Iran am vergangenen Wochenende hatte zeitweise die
Nachfrage nach dem Dollar als Krisenwährung verstärkt. Ein länger
anhaltender Konflikt würde sich negativ auf die konjunkturelle
Entwicklung auswirken, so die Helaba-Analysten. In den USA werden
die am Mittwoch anstehenden Verbraucherpreise mit Interesse
beobachtet, gefolgt von den Konsumausgaben (PCE) neben Deflatoren,
den Auftragseingängen und dem Michigan Sentiment am Freitag.
Die deutsche Industrie ist indes mit einem doppelten Rückschlag
ins Jahr gestartet: Ihre Aufträge brachen im Jänner so stark ein wie
seit zwei Jahren nicht mehr, während die Produktion den zweiten
Monat in Folge gedrosselt wurde. Das Neugeschäft schrumpfte um 11,1
Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am
Montag mitteilte. Damit endete eine Serie von vier Anstiegen in
Folge, zu denen staatliche Großaufträge für Rüstung und
Infrastruktur beitrugen.
Die deutsche Industrieproduktion wurde zu Jahresbeginn zudem
überraschend gedrosselt. Industrie, Bau und Energieversorger
stellten laut Statistischem Bundesamt im Jänner zusammen 0,5 Prozent
weniger her als im Vormonat. Das deutsche Wirtschaftsministerium
befürchtet infolge des Iran-Kriegs weitere Rückschläge.
rst/moe
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Autor: - APA/rst/moe
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