| Wiener Börse (Eröffnung) - ATX mit deutlichem Verlust / Heimischer Leitindex mit klarem Minus von 2,63 Prozent - Ölpreisanstieg im Fokus |
| 09.03.2026 10:50:00 |
Der sich ausweitende Krieg zwischen den USA, Israel
und dem Iran hat den Ölpreis am Montag auf den höchsten Stand seit
Juli 2022 getrieben. Inflations- und Wachstumssorgen schickten am
Montag den Wiener Aktienmarkt auf Talfahrt. Der heimische Leitindex
ATX notierte rund 1,5 Stunden nach Handelsbeginn bei 5.261,61
Punkten und damit 2,63 Prozent tiefer als zum Handelsschluss am
Freitag. Der ATX Prime verlor 2,64 Prozent auf 2.615,15 Zähler.
Ähnlich erging es Europas Leitbörsen.
Wegen der Kämpfe im Iran meiden Tanker weiterhin die für den
Öltransport wichtige Straße von Hormuz. Der weltgrößte Ölexporteur
Saudi-Arabien erhöht zwar seine Lieferungen über das Rote Meer, die
Mengen reichen jedoch bei Weitem nicht aus, um die Ausfälle
auszugleichen. "Die Weltwirtschaft bleibt abhängig vom Fluss von Öl
und Erdgas aus dem Nahen Osten durch die Straße von Hormuz",
erklärte Bruce Kasman, Chefvolkswirt bei JPMorgan. Ein längerer
Konflikt könnte den Ölpreis über 120 Dollar treiben und eine
weltweite Rezession auslösen.
Die Finanzminister führender Industriestaaten (G7) werden laut
"Financial Times im Lauf des Tages in einer Dringlichkeitssitzung
über eine mögliche gemeinsame Freigabe von Erdölreserven unter der
Koordination der Internationalen Energieagentur (IEA) beraten. Ziel
der Sitzung sei es, den durch den Krieg im Nahen Osten ausgelösten
Ölpreisanstieg abzufedern, berichtet die FT unter Berufung auf mit
der Situation vertraute Personen. Die Minister und IEA-Direktor
Fatih Birol sollen demnach um 8.30 Uhr New Yorker Zeit (14.30 Uhr
MEZ) telefonieren, um die Auswirkungen des Iran-Krieges zu erörtern.
Wie die Zeitung weiter berichtet, hätten bereits drei G7-Staaten,
darunter die USA, dem Vorschlag ihre Unterstützung zugesagt.
Am unteren Ende des ATX notierten im Frühhandel die Werte der
voestalpine, die um 8,82 Prozent nachgaben. Dahinter folgten die
Aktien von Porr (-3,86 Prozent) und Wienerberger (-3,73 Prozent).
Abschläge gab es auch bei den Bankwerten. Hier verloren RBI 2,63
Prozent, BAWAG 2,1 Prozent und Erste Group 1,95 Prozent.
Andritz gaben um 2,35 Prozent nach. Aus der Sicht der Deutschen
Bank trägt die Umstrukturierung des steirischen Anlagenbauers
Früchte. Die Aussichten seien vielversprechend. Der Analyst Lars
Vom-Cleff belässt das Kursziel der Aktie bei 86 Euro. Es besteht
auch weiterhin die Empfehlung "Buy".
Gestützt wurde der heimische Leitindex lediglich von Verbund mit
einem Plus von 1,7 Prozent und SBO mit plus 1,28 Prozent.
rst/moe
ISIN AT0000999982
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Autor: - APA/rst/moe
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