| ROUNDUP: Warnstreik in der Abfallwirtschaft mehrerer Bundesländer |
| 09.03.2026 14:07:00 |
Beim Umweltdienstleister Veolia hat in mehreren
Bundesländern ein eintägiger Warnstreik begonnen. Betroffen sind
Berlin, Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen und Thüringen. Als Grund
gab die Gewerkschaft Verdi fehlende Verhandlungsbereitschaft des
Arbeitgebers in den laufenden Tarifverhandlungen an. Mit einer
angebotenen Erhöhung von 45 Cent pro Stunde bleibe das Angebot nicht
nur deutlich unter der Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns um
1,08 Euro, sondern lasse den Abstand zwischen Tariflöhnen und
gesetzlichem Mindestlohn weiter deutlich schrumpfen, hieß es.
Nach Angaben der Gewerkschaft nahmen in Dresden 160 Beschäftigte aus
Standorten in Sachsen teil. In Thüringen waren es in Gera 60 und in
Nordhausen 30. Auch in Berlin kam es zu einer Zusammenkunft. Nach
Angaben von Gewerkschaftssekretär Lion Bintz kamen etwa 80
Mitarbeiter bei einer Kundgebung zusammen.
Gewerkschaft will für Beschäftigte 300 Euro mehr im Monat
Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung des Entgeltes um 300 Euro pro
Monat und die Einführung von Erfahrungsstufen sowie Regelungen zu
Erschwernis- und Schmutzzulagen. Sie strebt eine Laufzeit von zwölf
Monaten an.
Unternehmen hält Darstellung von Verdi für irreführend
Die Veolia Umweltservice Ost GmbH hält die Darstellung von Verdi für
irreführend. "Wir zahlen Tariflöhne, die deutlich über dem
gesetzlichen Mindestlohn liegen und sich an Branchenstandards
orientieren", teilte das Unternehmen mit. "Wir suchen nach Lösungen,
die fair für unsere Mitarbeitenden sind und gleichzeitig die
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die Wettbewerbsfähigkeit
unseres Unternehmens berücksichtigen."
Arbeitgeber kündigen Gesprächsbereitschaft an
"Unsere Mitarbeitenden leisten täglich hervorragende Arbeit - oft
bei Wind und Wetter, in körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten und
mit großem Einsatz für eine Dienstleistung, die meist als
selbstverständlich wahrgenommen wird, solange alles funktioniert.
Diese Leistung verdient Anerkennung und faire Bezahlung", erklärte
Veolia-Geschäftsführer Robert Menzer. Man sei weiterhin
gesprächsbereit und strebe eine faire Lösung für beide Seiten an.
Die nächste Verhandlungsrunde ist am 23. März in Leipzig. In den vom
Warnstreik betroffenen Bundesländern sind nach Angaben von Verdi
1.400 Veolia-Beschäftigte tätig./jos/DP/nas
AXC0200 2026-03-09/14:07
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Autor: - dpa-AFX
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