| Bund sichert Werft-Großaufträge zusätzlich ab |
| 09.03.2026 16:22:00 |
Deutsche Werften erhalten neuerdings
Bürgschaften aus einem Programm des Bundes eigens für Großaufträge.
Das sagte der Koordinator der Bundesregierung für maritime
Wirtschaft, Christoph Ploß (CDU), während eines Besuchs der Werft
Blohm+Voss in Hamburg. Zuerst hatte die "Welt am Sonntag" über die
Entscheidung berichtet.
Hintergrund ist, dass Werften den Bau von Schiffen häufig
vorfinanzieren müssen. Ploß zufolge können Aufträge im dreistelligen
Millionen- oder gar im Milliardenbereich vorliegen. Erschwerend
kommt hinzu, dass es weniger Banken als vor der Schifffahrtskrise
gibt, die Werften Geld zur Finanzierung leihen.
"Können deutsche Werften Aufträge nicht finanzieren, gehen diese
verloren", sagte Ploß. Die Entscheidung, den Schiffbau in das
Programm aufzunehmen, werde den Werften helfen, Aufträge zu sichern.
Bürgschaften werden bis zu 80 Prozent abgesichert
Dass die Schifffahrt in das sogenannte Großbürgschaftsprogramm
aufgenommen wird, haben das Bundeswirtschafts- und das
Bundesfinanzministerium beschlossen. Werften können einen Antrag
stellen, wenn sie eine Bürgschaft von mindestens 20 Millionen Euro
brauchen.
Der Bund und die beteiligten Bundesländer sichern eine Bürgschaft
bis zu 80 Prozent ab. Das heißt auch, sie müssen einspringen, wenn
beispielsweise eine Werft geliehenes Geld an eine Bank nicht
zurückzahlen kann.
Das Großbürgschaftsprogramm beschränkte sich in der Vergangenheit
auf Unternehmen in strukturschwachen Regionen, wurde aber später
erweitert. Landespolitiker und Wirtschaftsvertreter hatten sich über
Jahre für die Aufnahme des Schiffbaus in das Programm starkgemacht.
Ploß reist durch Norddeutschland
Ploß befindet sich derzeit auf einer Reise zum Thema
Sicherheitspolitik durch den Norden. In Hamburg besuchte Ploß die
Werft Blohm+Voss, die inzwischen zum Rüstungskonzern Rheinmetall
gehört. Bis Freitag sind weitere Besuche geplant,
unter anderem in Kiel, Cuxhaven und Wilhelmshaven./lkm/DP/stw
ISIN DE0007030009
AXC0252 2026-03-09/16:22
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Autor: - dpa-AFX
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